Besuch in der blütenreichen Brummelbrede

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Bunte Blüten erfreuen die Anwohner der Brummelbrede. Foto: Rita Schütt
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Von Rita Schütt

„Ich schaue mal in der Brummelbrede in Mölln vorbei – mal sehen, was da so blüht“, denke ich mir. Wow, ist das schön hier! Es leuchtet mir hellblau, rosa und gelb entgegen. Es blühen Waldvergissmeinnicht, Günsel und Akelei in verschiedenen Blautönen. Das Rosa stammt von der Roten Lichtnelke, etwas Violett bringt der Pyrenäenstorchschnabel ins Beet und Gelb strahlen Himmelschlüsselchen, Kriechende Gämswurz, Wolliger Hahnenfuß und Schöllkraut. Was innerhalb eines Jahres aus einer kargen Fläche entstehen kann….

Ein Schild ist aufgestellt worden und erklärt, dass es hier für Wildbienen, Schmetterlinge und Co blüht. Und siehe da: Ich bin nicht die einzige Besucherin hier, denn ein paar Blütenbesucher aus der Insektenwelt sind unterwegs. Obwohl es hin und wieder regnet und das Thermometer gerade mal 9°C geschafft hat, fliegen fleißige Hummeln von Blüte zu Blüte. Viele Blumen und Sträucher würden unbestäubt bleiben, wenn wir die Hummeln nicht hätten. Durch ihre Fähigkeit, die Körpertemperatur zu regulieren, kommen sie, im Gegensatz zur Honigbiene, gut mit kühlen Tagen zurecht und sie fliegen noch bei Regen. Aus Deutschland sind 32 nestbauende Arten und neun schmarotzende Arten von Hummeln bekannt.

Eine Erdhummel findet den Braunen Storchschnabel besonders attraktiv. Man erkennt sie am weißen Hinterteil und zwei gelben Streifen, einer hinterm Kopf und der andere hinter der Taille. Nachdem sie hier allen Pollen gesammelt hat, wechselt die Erdhummel zu den gelblichweißen Blüten der Roten Heckenkirsche. Diese Blüten findet auch die Ackerhummel spannend, die von hier zum Günsel weiterfliegt. Eine Hummelart, die noch häufig in unseren Gärten und im Siedlungsbereich, vorkommt. Sie ist von März bis November an vielen Blüten zu beobachten. Die Ackerhummel nistet gerne in verlassenen Mäusenestern, aber auch oberirdisch zum Beispiel in Strohhaufen, unter Moospolstern oder in Vogelnistkästen. (P. Westrich – Die Wildbienen Deutschlands)

Ja, und welche Wildbiene fliegt da am Waldvergissmeinnicht von Blüte zu Blüte? Ich weiß es nicht, aber freue mich, dass es hier in der Brummelbrede jetzt so lebendig ist.

Mehr aus der Brummelbrede:

Teil 1 lesen Sie hier

Teil 2 lesen Sie hier

Teil 3 lesen Sie hier

Teil 4 lesen Sie hier

Teil 5 lesen Sie hier.

Teil 6 lesen Sie hier.