Im Herbst für einen bunten Frühling sorgen – Blumenzwiebeln für die Brummelbrede

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Mitglieder des "Naturgarten e.V." beim Blumenzwiebel stecken. Foto: Rita Schütt
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Von Rita Schütt 

Jetzt ist es Zeit viele Blumenzwiebeln ins Beet zu bringen, dachten sich die Mitglieder vom Naturgarten e.V., die dieses Jahr die Patenschaft für Beete in der Brummelbrede (Mölln) übernommen haben. Deshalb wurden 600 Geophyten, unterschiedlicher Art bestellt. Geophyten nennt man Pflanzen mit unterirdischen Speicherorganen, um ungünstige Jahreszeiten zu überdauern, botanisch.

Wichtig war den Naturgärtnern, dass die Blüten ungefüllt sind und Insekten Pollen und Nektar bieten. Nach dem Winter sind erwachende Hummelköniginnen und Schmetterlinge auf Nahrungssuche. Nur die begatteten Jungköniginnen der Hummeln überleben den Winter und brauchen Nektar, um sich selbst zu ernähren, so wie Pollen zur Entwicklung ihrer Eierstöcke, um ein neues Volk zu gründen. Einige Schmetterlinge, wie zum Beispiel kleiner Fuchs, Zitronenfalter und C-Falter, überwintern als erwachsene Tiere und benötigen ebenfalls Nektar, wenn sie aus dem Winterschlaf erwachen.

Eine bunte Mischung an Blumenzwiebeln. Foto: Rita Schütt

Leider sind frühblühende exotische Sträucher, wie Forsythien oder Zaubernuss in dieser Hinsicht nutzlos. Eine Ausnahme gibt es bei den Exoten: Die Winterheckenkirsche – Lonicera purpusii lockt mit ihrem Duft Menschen und frühe Insekten an. Förderlich für die Insekten sind heimische Weiden und die sehr früh, gelb blühende Kornelkirsche oder eben die Blumenzwiebeln und- Knollen.

Ab in die Beete hieß es in der Brummelbrede am 30. Oktober um 11 Uhr. Mit viel Spaß waren innerhalb von wenigen Stunden die vielen Zwiebeln in die Erde gesteckt. Faustregel fürs Pflanzen: Immer doppelt so tief in die Erde setzen, wie die Blumenzwiebel lang ist. Krokusse werden also zirka fünf Zentimeter tief eingesetzt. Bisschen höher oder tiefer ist nicht schlimm – niemand muss mit dem Zollstock in den Garten, um Zwiebeln zu pflanzen.
Im Frühling werden nun als erstes Schneeglöckchen und Elfenkrokusse erblühen. Gefolgt von kleinen Narzissen, Schneeglanz, Blausternchen, Lerchensporn, Anemonen, Wildtulpen und Traubenhyazinthen. Das wird die Menschen in der Brummelbrede genauso erfreuen, wie die frühen Insekten.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie in diesem Herbst schon Blumenzwiebeln oder frühblühende Sträucher gepflanzt? Bis Dezember ist, natürlich an frostfreien Tagen, noch Pflanzzeit. Je mehr, desto besser – da würde mir jeder Falter zustimmen, nehme ich an.

Mehr aus der Brummelbrede:

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