Jetzt können die Insekten kommen – die Brummelbrede ist bepflanzt!

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Die Gruppe vom Naturgarten e.V. voller Tatendrang. Foto: Wolfgang Oetjen
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Rita Schütt

Am letzten Sonntag, den 7. April 2019, war es soweit. In die ruhige Sackgasse in der Waldstadt von Mölln ist neues Pflanzenleben eingezogen. Ganz wichtig war der kleinen Gruppe vom Naturgarten e.V., dass heimische Wildstauden und Gehölze gepflanzt werden. Durch die Evolution sind unsere Insekten optimal an diese, schon seit Jahrhunderten in Deutschland vorkommenden Pflanzen, angepasst. Es gibt spezialisierte Wildbienen, die den Pollen einer Pflanzenart, meistens von heimischen Wildstauden, zur Versorgung ihres Nachwuchses brauchen. Genauso verhält es sich bei unseren Schmetterlingen. Für die Eiablage werden vor allem heimische Pflanzen genutzt.

Weitere Vorteile unserer heimischen Fauna ist die perfekte Anpassung an unser Klima und die stets ungefüllten Blüten, die Nektar, Pollen oder Öl für alle blütenbesuchenden Insekten bieten.

Das letzte Pflänzchen wird von Rita Schütt
in die Erde gesetzt. Foto: Wolfgang Oetjen

Am Vormittag um 11 Uhr waren sieben Personen mit Spaten, kleinen Pflanzschaufeln und in Arbeitsmontur bei bester Laune versammelt. Zunächst wurde der Ablauf des Arbeitseinsatzes besprochen. Als nächstes bekamen die Wildgehölze ihren Platz. Jede/r war hoch motiviert und schleppte Steine und Totholz an die vorgesehenen Stellen. Eine Vielzahl von Wildstauden worden zunächst ausgelegt und, mit etwas Kompost im Pflanzloch, eingesetzt. Nach drei Stunden war eine kleine Stärkung für die fleißigen Menschen nötig und so taten sie sich am kleinen Buffet aus selbst mitgebrachten Speisen gütlich. Unermüdlich wurden nun noch die restlichen Pflänzchen in die Erde gebracht und zum Abschluss wurde eine Samenmischung mit etwas Sand vermengt und gleichmäßig auf den Flächen ausgebracht.

Schwer in Aktion – Marion Greff und
Wolfgang Oetjen. Foto: Barbara Regling

Glücklich und ein bisschen müde schauten alle nochmal über die fertigen Beete und verbuddelten schnell noch eine letzte Staude, die übersehen wurde. Doch was brummt denn da? Schon fanden sich die erste Biene und eine Hummel an den Schlüsselblumen und dem Lungenkraut, die in voller Blüte standen, ein. Für die Insekten sind die Grundlagen für eine tägliche Nahrungsaufnahme von Frühling bis Herbst nun geschaffen. Wer wird sich hier wohl noch einfinden und wohlfühlen? Im Herbst werden noch Blumenzwiebeln gesteckt, damit die Hummelköniginnen, Bienen und überwinternde Schmetterlinge frühzeitig an Nektar gelangen können.

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