Schmilau (aa/pm). Nach monatelanger Abwesenheit ist die Skulptur Die Lesende des Bildhauers Karl-Heinz Goedke wieder an ihrem angestammten Ort: dem Friedhof in Schmilau. Meinhard Füllner, unterstützt vom Friedhofsgärtner Wijnand Brakhoven, montierte die Bronzefigur diebstahlsicher auf der Grabanlage – ein Akt der Wiederherstellung nach einem traurigen Kapitel.
Raubzug über ostdeutsche Friedhöfe
Die Skulptur war Opfer einer skrupellosen Bande geworden, die im Rahmen von Raubzügen gezielt Kunstwerke von Friedhöfen – besonders in Ostdeutschland – stahl. Die Lesende wurde gewaltsam aus ihren Verankerungen gerissen und verschwand. Doch das Landeskriminalamt (LKA) Berlin konnte die Täter im Zuge einer Spezialfahndung ermitteln. Meinhard Füllner und seine Frau Christiane Füllner holten die Figur schließlich aus Berlin zurück.
Kunst im öffentlichen Raum: Ein „Trauerspiel“
„Es ist ein Trauerspiel, dass Kunst im öffentlichen Raum immer weniger sicher ist“, sagt Meinhard Füllner. Sein Statement unterstreicht die wachsende Bedrohung für frei zugängliche Kunstwerke – Orte der Stille und des Gedenkens werden zunehmend zum Ziel von Diebstählen.
Die Rückkehr der Lesenden ist nicht nur eine Wiederherstellung des künstlerischen Erbes, sondern auch ein Zeichen des Widerstands gegen die zunehmende Kriminalität im Kulturbereich. Die Skulptur steht nun wieder an ihrem Platz – gesichert und als Mahnmal für den Schutz öffentlicher Kunst.










