Guter Vorsatz: Mehrheit der Deutschen will 2019 weniger Fleisch essen

Greenpeace-Umfrage zeigt hohe Bereitschaft, mehr für Fleisch- und Wurstprodukte aus artgerechter Tierhaltung zu zahlen.

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Hamburg (pm). Die Mehrheit der Bundesbürger hat sich vorgenommen, im neuen Jahr weniger Fleisch zu essen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts KantarEmnid im Auftrag von Greenpeace. 89 Prozent der Fleischkonsumenten sind zudem bereit, mehr für Fleisch zu zahlen, das aus einer artgerechten Tierhaltung kommt. „Die aktuelle Umfrage dokumentiert den zunehmenden Bewusstseinswandel der Verbraucher“, sagt Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter. „Seit einigen Jahren sinkt der Fleischverzehr. Es ist gut für die Umwelt, wenn sich dieser Trend fortsetzt. Eine große Mehrheit der Bevölkerung nimmt nicht länger hin, dass Tieren unnötig Leid zugefügt wird. Hier ist die Landwirtschaftsministerin gefordert, endlich bessere Haltungsbedingungen durchzusetzen.“

Im Auftrag von Greenpeace hat KantarEmnid im Dezember 1014 Bundesbürger befragt. 54 Prozent der Befragten gaben an, im neuen Jahr eher weniger Fleisch und Wurst essen zu wollen als 2018. Dabei erklärten 62 Prozent der Frauen, ihre Essgewohnheiten ändern zu wollen, 46 Prozent waren es bei den Männern. 57 Prozent der Schüler planen, im neuen Jahr öfter auf Fleisch zu verzichten. Für die Jüngeren sind die Umweltschäden dabei der wichtigste Grund, die Älteren wollen sich vor allem gesünder ernähren.

Verbraucher wünschen verpflichtende Kennzeichnung zu den Haltungsbedingungen

Eindeutig ist der Wunsch der Verbraucher nach mehr Transparenz beim Kauf von Fleisch und Wurst: 81 Prozent der Fleischkonsumenten wollen verstärkt auf die Haltungskennzeichnung achten. Für 85 Prozent ist eine freiwillige Kennzeichnung, wie sie Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) plant, jedoch nicht ausreichend. Sie sprechen sich für eine umfassende und verpflichtende Haltungskennzeichnung für alle Fleisch- und Wurstprodukte in Handel und Gastronomie aus.

„Die Landwirtschaftsministerin redet seit ihrem Amtsantritt über Tierschutz und über Verbraucherinformation. Passiert ist bis heute nichts“, sagt Martin Hofstetter. „Durch eine Kennzeichnungspflicht für Fleisch und Wurst kann sie eine verlässliche Basis für Verbraucher schaffen, die im Supermarkt ebenso wie im Restaurant Fleischprodukte aus artgerechter Haltung konsumieren wollen.“

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