Wichtiger Impuls für Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung

Neue Professur für E-Government in Lübeck bis 2022 gesichert

318
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von

Lübeck (pm). Die Landesregierung will der Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung neuen Schub geben. „Davon werden auch Bürgerinnen und Bürger als Kundschaft staatlicher und kommunaler Behörden profitieren“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dirk Schrödter, am 23. Mai in Kiel. Verwaltung solle mit der weiteren Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen schneller und effizienter sowie bürger- und unternehmensfreundlicher werden.

Die Weiterentwicklung der elektronischen Abwicklung von Prozessen der öffentlichen Verwaltung sei eines der zentralen Ziele der Landesregierung, sagte Schrödter. Auch die Beschäftigten im öffentlichen Dienst erwarteten eine moderne und digital gestützte Arbeitsumgebung. Zugleich hob der Chef der Staatskanzlei die vorgesehene Kooperation mit der Verwaltungsfachhochschule des Landes sowie dem Ausbildungszentrum für Verwaltung hervor. Auszubildende und Mitarbeiter des Landes und der Kommunen würden damit zukünftig professionell und aus erster Hand in dem wichtigen Bereich E-Government unterrichtet.

In diesem Zusammenhang unterzeichneten Vertreter der Universität zu Lübeck und der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung einen entsprechenden „Letter of Intent“. Die Vereinbarung regelt die Ausbildung durch die Beteiligung der Studierenden der Fachhochschule, die Aus- und Weiterbildung im Ausbildungszentrum für Verwaltung in Schleswig-Holstein sowie eine Weiterbildung für Verwaltungsmitarbeiter.

Zusätzliche Impulse für den Prozess der weiteren Digitalisierung erwartet die Landesregierung von der neuen Professur für E-Government an der Universität zu Lübeck. Diese wird vom Land mit 1,25 Millionen Euro unterstützt. Schrödter sowie die Kanzlerin der Universität, Sandra Magens, unterzeichneten dazu heute den entsprechenden Zuwendungsvertrag. Unterzeichnet ist der Vertrag auch von der Präsidentin der Universität zu Lübeck, Professor Dr. Gabriele Gillessen-Kaesbach. Die Professur soll noch in diesem Jahr eingerichtet werden und ist durch das Land bis ins Jahr 2022 finanziell abgesichert.