Ratzeburg (pm). Die Volksbank Raiffeisenbank (VReG) wurde für ihr innovatives Deeskalationskonzept zur Vorbereitung und Unterstützung von Mitarbeitenden in schwierigen Kundensituationen von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (kurz VBG) ausgezeichnet. In einem mehrstufigen Bewertungsverfahren wurden 124 Bewerbungen geprüft und beurteilt. Im Mittelpunkt steht ein gemeinsam mit der VBG entwickeltes Workshop-Konzept, das gezielt auf die Anforderungen des Arbeitsalltags bei der VReG zugeschnitten ist.
Ausgezeichnet wurde damit insbesondere das Engagement von Mitarbeiter Bastian Schnabel, der die Initiative angestoßen und gemeinsam mit der VBG maßgeblich vorangetrieben hat. Ziel des Projekts ist es, Mitarbeitenden mehr Sicherheit im Umgang mit angespannten und konfliktreichen Gesprächssituationen zu geben und gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zu ihrem Schutz zu leisten.
Aus einem konkreten Vorfall entstand eine nachhaltige Maßnahme
Ausgangspunkt für das Vorgehen war eine herausfordernde Situation im Kundenkontakt in einer Geschäftsstelle der VReG. Der Vorfall gab den Impuls, die bestehenden Präventionsmaßnahmen weiterzuentwickeln und Mitarbeitende noch gezielter für anspruchsvolle Gesprächs- und Konfliktsituationen zu stärken.
„Der Vorfall hat mich sehr beschäftigt. Für mich stand schnell fest, dass wir diesen konkreten Anlass nutzen, um den Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen weiter zu stärken und ihnen zusätzliche Sicherheit für herausfordernde Situationen im Kundenkontakt zu geben“, sagt Bastian Schnabel.
Daraufhin nahm der Kollege Kontakt zur VBG auf. Zwar gab es bereits bestehende Angebote zum Thema Deeskalation, diese waren jedoch nicht speziell auf die Anforderungen und den Arbeitsalltag der VReG ausgerichtet. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Prävention und Arbeitspsychologie entwickelte die VReG deshalb einen individuellen Workshop, der praxisnah auf die konkreten Situationen der Mitarbeitenden eingeht.
Praxisnah, regional verankert und nachhaltig
Eine Besonderheit des Konzepts ist der Aufbau eines regionalen Multiplikatorennetzwerks. Aus den verschiedenen Regionen der VReG wurden Mitarbeitende zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet. Sie tragen das Wissen anschließend in ihre Regionen und können künftig auch neue Kolleginnen und Kollegen zeitnah schulen und begleiten.
Damit geht das Konzept deutlich über einen einmaligen Workshop hinaus. Das Thema Deeskalation soll dauerhaft in der VReG verankert und kontinuierlich weiterentwickelt werden.
Ein wichtiger Baustein für die VReG
Für die VReG ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie aus einem konkreten Anlass eine nachhaltige Verbesserung für die gesamte Organisation entstehen kann. Die Sicherheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden sind ein zentraler Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmenskultur.
„Wir sind stolz darauf, dass aus einer herausfordernden Situation eine Initiative entstanden ist, die heute einen konkreten Beitrag zum Schutz unserer Mitarbeitenden leistet. Besonders wertvoll ist dabei, dass wir gemeinsam mit der VBG ein Konzept entwickelt haben, das nicht nur theoretisch funktioniert, sondern unmittelbar auf unseren Arbeitsalltag zugeschnitten ist“, sagt Niels Pirck, Vorstandsmitglied der VReG.
Die Auszeichnung würdigt damit nicht nur ein einzelnes Trainingsangebot, sondern einen Ansatz, der Prävention, Mitarbeiterschutz und nachhaltige Organisationsentwicklung miteinander verbindet und in Zukunft in der VReG gelebt wird.












