Mölln (pm). Spiel und Begegnung ohne Barrieren: Am Montag, 29. September 2026 wurde in der Straße „Feldbäckerei“ der neugestaltete Spielplatz „ElefantI“ feierlich eingeweiht. Es handelt sich um die erste durchgehend barrierefreie Spielfläche im gesamten Kreis Herzogtum Lauenburg. Das mit rund 118.000 Euro realisierte Projekt wurde zu 70 Prozent durch die Aktion Mensch sowie die Staatskanzlei Kiel gefördert.

Der Anstoß zur Umgestaltung entstand bereits 2024, als veraltete Spielgeräte saniert werden mussten. Zeitgleich schlossen sich verschiedene Akteure zusammen, um bestehende Spielflächen im Stadtgebiet auf Barrierefreiheit zu prüfen. Angehende Erzieherinnen und Erzieher des Berufsbildungszentrums (BBZ) erarbeiteten gemeinsam mit Kindern der integrativen Kita Schneiderschere sowie Bewohnerinnen und Bewohnern des Don-Bosco-Hauses ein praxistaugliches Konzept für alle Alters- und Fähigkeitsklassen. Auch die Namensfindung lag in den Händen der Jugend: Der Kinder- und Jugendbeirat (KJB) rief zu Abstimmungen auf, aus denen der Name „ElefantI“ hervorging – eine Anspielung auf den bisherigen Bekanntheitsgrad als Elefantenspielplatz, kombiniert mit einem hervorgehobenen „I“ für Inklusion.

Bürgermeister Ingo Schäper betonte im Rahmen der Eröffnung die vorbildliche Zusammenarbeit aller Partner und richtete einen ausdrücklichen Dank an sämtliche Beteiligten. Ein solches Leuchtturmprojekt gelinge nur, wenn alle an einem Strang ziehen, so Schäper. Der Dank gelte dem Projekt „Mölln Inklusiv“, dem Don-Bosco-Haus, dem Lebenshilfewerk (LHW) sowie allen ehrenamtlichen Paten und der Lenkungsgruppe für das große Engagement. Nicht zuletzt würdigte der Bürgermeister die Förderer – die Aktion Mensch und die Staatskanzlei Kiel –, die das Vorhaben finanziell ermöglicht haben. Anerkennung sprach Schäper darüber hinaus der Möllner Politik für die breite Unterstützung sowie dem Fachdienst Stadtgrün und dem städtischen Baubetriebshof für Planung und bauliche Umsetzung aus.
Bei den installierten Geräten und der Infrastruktur steht das gemeinsame Erleben im Vordergrund. Eine rollstuhlgerechte Rampe führt zum zentralen Klettergerüst; zudem bieten ein inklusives Karussell und spezielle Schaukeln gemeinsame Spielmöglichkeiten für Kinder mit und ohne Beeinträchtigung. Haptische Bausteine, ein großes Outdoor-Xylophon sowie eine barrierefreie Kommunikationstafel ermöglichen es auch sprachlich eingeschränkten Kindern, sich über Symbole verständlich zu machen. Sämtliche Spielgeräte wurden aus langlebigem Robinienholz gefertigt, weitere Elemente wie Bodenschutzplatten bestehen aus Recycling-Kunststoff; errichtet wurde die Anlage auf unversiegeltem Boden, die Herstellung erfolgte nach CO₂-neutralen Standards. Die Sicherheit wurde vom TÜV geprüft, die Anlage ist als zertifizierter inklusiver Spielplatz freigegeben.
Bei der Eröffnung zeigten sich Vertreterinnen und Vertreter der Politik, der Stadtverwaltung sowie der beteiligten Verbände erfreut über das Ergebnis. Das Projekt wertet nicht nur den Sozialraum auf, sondern zeigt, wie erfolgreiche Inklusion durch die Zusammenarbeit lokaler Träger in der Praxis gelingen kann. Für die Zukunft ist zudem eine Erweiterung des Areals um Calisthenics- und Fitnessgeräte mit barrierefreien Modulen geplant.












