Herzogtum Lauenburg (pm). Die Wintergerstenernte ist in weiten Teilen Schleswig-Holsteins – bis auf Standorte im Marschland und auf den Inseln – nahezu abgeschlossen. „Die Erträge fallen überwiegend positiv aus und liegen meist im mittleren bis überdurchschnittlichen Bereich, auch die Qualitäten sind vielerorts gut,“ berichtet Malte Jacobsen, Vizepräsident des Bauernverbandes. Allerdings zeigen sich regionale Unterschiede. Während insbesondere im Norden und an der Ostseeküste des Landes gute Ergebnisse erzielt wurden, führten Trockenheit und Hitze in Teilen des Südens von Schleswig-Holstein zu geringeren Erträgen und teilweise auch zu Qualitätseinbußen. „Die Gerste konnten wir weitestgehend unter sehr guten Bedingungen dreschen, so dass wir in diesem Jahr nicht trocknen müssen. Bei den aktuellen Energiepreisen ist das für die Betriebe eine willkommene Erleichterung“, so Malte Jacobsen. Schwere Unwetter mit Hagel haben hingegen im Raum Angeln, Schwansen, Pinneberg und im Herzogtum Lauenburg zum Teil schwere Schäden auf den Feldern hinterlassen.
Gleichzeitig hat die Ernte von Raps, Erbsen und Winterweizen begonnen. Vor allem auf leichteren Standorten wird bereits Raps gedroschen. Die ersten Rückmeldungen lassen auf sehr durchwachsene Erträge schließen. „Der Raps profitierte im Frühjahr von günstigen Wachstumsbedingungen und einem insgesamt geringeren Krankheitsdruck. Regional kam es jedoch durch Schädlinge wie dem Rapserdfloh sowie örtlichen Unwetterschäden zu spürbaren Ertragseinbußen, die sich nachhaltig auf das Ernteergebnis auswirken,“ erklärt Klaas Röhr, Landwirt aus Reinfeld.
Parallel zur laufenden Ernte richten die Betriebe den Blick bereits auf die kommende Saison. Die Vorbereitungen für die Rapsaussaat im August laufen an, ebenso werden erste Zwischenfrüchte ausgesät. Auch im Grünland fällt die Bilanz bislang erfreulich aus. Die ersten beiden Schnitte brachten überwiegend gute Erträge und Qualitäten, auch die Heuernte konnte unter günstigen Bedingungen erfolgen. Dank ausreichender Niederschläge entwickeln sich die Bestände derzeit gut, sodass nach heutigem Stand mit einer sicheren Futterversorgung zu rechnen ist. Eine Futterknappheit zeichnet sich derzeit nicht ab.










