Kiel (pm). Um die drastischen Engpässe in der Pflege zu lindern und zugleich Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund eine Perspektive für den Arbeitsmarkt zu geben, fördert das Land das Projekt „DiaLOG“ der Diakonie Schleswig-Holstein. Einen Förderbescheid über knapp 906.000 Euro überreichte Arbeits-Staatssekretärin Susanne Henckel heute (24. Juni) an den kaufmännischen Diakonie-Vorstand Kay-Gunnar Rohwer. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten im Arbeitsfeld Pflege zu vermitteln“, sagte Henckel mit Blick auf den hohen Bedarf an Arbeits- und Fachkräften sowie Auszubildenden in der Branche. „Auch wenn bereits jetzt schon viele Pflegeunternehmen ausländische Pflegekräfte beschäftigen oder ausbilden, gehen wir davon aus, dass bis zum Jahr 2030 9.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden.“ Das Projekt läuft zunächst zwei Jahre.
Diakonie-Vorstand Rohwer dankte dem Land für die Förderung, gerade in diesen haushaltspolitisch herausfordernden Zeiten. Das Land leiste damit einen beispielgebenden Beitrag zur Integration von Zugewanderten und zur Fachkräftegewinnung. Rohwer erinnerte daran, dass sich das Projekt durch eine niedrigschwellige Heranführung an einen Pflegeberuf auszeichne. „In Assessmentverfahren mit Interessierten wird deren Eignung, Motivation und Vorstellung von professioneller Pflege festgestellt. Die Teilnehmenden erhalten Informationen zum Pflegeberuf in Deutschland, Praktikumsmöglichkeiten, Schulungen und Unterstützung durch eine sozialpädagogische Projektbegleitung“, so Rohwer. DiaLOG sei ein Gemeinschaftsprojekt des Diakonischen Werks Schleswig-Holstein, der Gemeindediakonie Lübeck und der Diakonie Nord Nord Ost in den Kreisen Ostholstein, Herzogtum Lauenburg und der Stadt Lübeck.
Umgesetzt wird das Projekt unter anderem in Lübeck sowie den Kreisen Ostholstein und Herzogtum Lauenburg. Die Kurse für bis zu 60 Personen pro Jahr finden voraussichtlich ab dem 1. August in der Gemeindediakonie Lübeck statt. Interessierte können sich ab sofort unter dialog-pflege@diakonie-sh.de melden.











