30 Jahre Einsatz für den Naturschutz in der Schaalsee-Region

Der Zweckverband „Schaalsee-Landschaft“ feiert Jubiläum

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Blick auf die Insel Großer Werder im NSG "Niendorfer-Bernsdorffer Binnensee". Foto: WWF
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Herzogtum Lauenburg (pm). Die Schaalsee-Landschaft ist mittlerweile kein Geheimtipp mehr für naturbegeisterte Menschen – die grüne Oase im ehemaligen Grenzgebiet begeistert mit ihren artenreichen Seen, Mooren, Wäldern und offenen Kulturflächen Touristen und Einwohner zugleich. Doch das war nicht immer so:

Die Grenzsituation war für die Natur Segen und Fluch. Während sie sich in einigen Teil unberührt entwickeln konnte, führten in anderen Teilen Grenzanlagen, vegetationsfreie „Todesstreifen“ und ständige Patrouillen durch Hubschrauber und Schnellboote zu erheblichen Störungen. Mit der Grenzöffnung und der Wiedervereinigung Deutschlands war dann die Chance gegeben die gesamte Schaalsee-Landschaft langfristig zu sichern und zu entwickeln. Aus diesem Grund gründeten die Landkreise Herzogtum Lauenburg, Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg sowie die Umweltstiftung WWF Deutschland den Zweckverband „Schaalsee-Landschaft“ als ersten länderübergreifenden Naturschutzzweckverband in Deutschland.

Der Drosselrohrsänger, ein seltener Brutvogel in den Schilfwäldern des Schaalsees. Foto: T.Neumann/WWF

Der Zweckverband übernahm die Betreuung des Naturschutzgroßprojektes. „Alljährlich findet eine Zweckverbandsversammlung statt, in der Vertreter der Landkreise und des WWF die Arbeitsschwerpunkte festlegen, ein kleines Naturschutzparlament, das sich sichtbar bewährt hat“, freut sich Thomas Neumann, der das Projekt für den WWF begründete. In dem knapp 15.000 Hektar großen Projektkerngebiet befindet sich eines der bedeutendsten Teilstücke des von Nord nach Süd durch Deutschland verlaufenden „Grünen Bandes“.

Seit 30 Jahren setzt sich der Zweckverband nun bereits für den Schutz der Natur dieser Landschaft ein, mit Erfolg. Mit Fördermitteln des Bundesamtes für Naturschutz und aus Landesmitteln sowie auch durch den Flächentausch mit Landwirten konnten bereits knapp 4.800 Hektar dieses Gebietes durch Eigentum gesichert werden und bilden die Kernstücke von Naturschutzgebietenund dem Biosphärenreservat.