Bootstour gegen Coronafrust

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Seit Ende März können bei Oliver Morgenroth wieder Boote gemietet werden. Eine Decke gibt es bald frischer Brise auf Wunsch gleich dazu. Foto: Anders
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Mölln (aa). Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind unter den anhaltenden Coronabedingungen nach wie vor rar gesäht. Unternehmungen mit der Familie beschränken sich daher in der Regel auf einen Spaziergang. An manchen Orten sind nun ein paar Möglichkeiten dazu gekommen. So zum Beispiel bei ‚Schiff und Boot Morgenroth‘ in Mölln. Hier ist seit dem 30. März täglich von 11 bis 18 Uhr der Bootsverleih wieder geöffnet.

„In der praktischen Anwendung bedeutet das, dass maximal Personen aus zwei Haushalten pro Boot erlaubt sind“, erklärt Inhaber Oliver Morgenroth. Zudem müssen auch hier die Kontaktdaten abgegeben werden. Der ‚Kapitän‘, der das jeweilige Boot mietet, muss das sowieso machen. Dies geht zum Zeitsparen auch schon vorab per Formular zum Ausdrucken und Ausfüllen unter www.schiffundboot.de. Alle anderen Mitfahrer können sich dann vor Ort entweder per luca-App oder Kontaktformular registrieren. „Wir bitten außerdem alle Gäste auf dem Gelände einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen“, so Morgenroth weiter. Später auf See könnten die Masken dann wieder fallen. „Und nach jeder Fahrt desinfizieren wir die Boote“, beschreibt der Möllner Schiffeigner die Sicherheitsmaßnahmen.

Und wie wirkt sich die Coronakrise sonst so auf der Geschäft aus? Dazu Morgenroth: „Die Auslastung der Boote ist bisweilen minimal. Das ist aber dem Wetter geschuldet, das ist der entscheidender Faktor.“ Daher gibt es aktuell auf Wunsch auch eine Wolldecke mit auf die Fahrt.

Zur Verfügung stehen rund 20 Boote, darunter Tretboote, Kanus, Wasserfahrräder und auch Elektromotorboote. Mit letzterem schippert man mit fünf bis sechs Stundenkilometer über das Wasser und schafft in 60 bis 90 Minuten eine Runde über alle drei Seen. Die Elektroboote können auch ohne Bootsführerschein gefahren werden.

Apropos Motorboot: Wer auf eine Dreiseenrundfahrt mit der MS Till hofft, wird dank Corona aktuell noch das Nachsehen haben. Das Schiff wird vorerst nicht fahren dürfen. „Auf absehbare Zeit habe ich da auch noch keine Hoffnung“, seufzt Oliver Morgenroth, „Das setzt uns schon zu und war letztes Jahr schon schwierig“. Neben vielen Einzelpersonen buchten sonst immer durchschnittlich 50 Reisegruppen pro Jahr die MS Till für eine Rundfahrt. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen ist das jetzt nicht möglich, entsprechende Einnahmen brechen daher weg. „Die MS Till liegt noch an Land, ist aber startklar sobald wir das ‚go‘ bekommen“, so Morgenroth abschließend.

 


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