Leserbrief: ‚Osterspaziergang‘ in Corona-Zeiten ‘21

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Vom Urlaub befreit sind Eltern und Kind,
da alle vom Virus beschädigt sind.
Im Impfen liegt das Hoffnungsglück,
doch Corona geht nicht zurück.
Von Brasilien, England und Afrika
sind allerlei Varianten da.
Und von dort verbreiten sich sie
in Windeseile, wir ohnmächtig wie nie,
in alle Länder der Erde,
damit das Virus noch mächtiger werde.

Aber die Menschen dulden das nicht.
Abstand und Maske, das ist jetzt Pflicht,
denn an Impfstoff fehlt ´s im Revier,
man lookdownd und testet dafür.
„Kehret um, lasset die Freiheit mal rein,
wir kämpfen dagegen, ihr seid nicht allein“,
Aus manchem hohlen finst‘ren Tor
kommt so falscher Ton hervor.
Er poltert und schreit, pocht auf sein Recht.
Nicht zu fassen, mir wird dabei schlecht.
Aus niedrigen Gründen und dumpfen Theorien
sieht man sie lärmend durch Straßen ziehn.
Zunächst im Verborgenen, nun über Nacht,
hat Corona sie ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh, wie behänd sich die Menge
auf die Seite der Querdenker schlägt
und so mancher Bürger in die Fänge
der Antidemokraten gerät.

Doch kommt zur Demo noch Gewalt
gibt`s nur eines: Schluss und Halt!
Da ist nur eines noch geboten:
hohe Strafen mit Verboten,
oder ab in Quarantäne
ohne Scham und ohne Träne.
Ich höre schon des Staats Getümmel:
So ist des Volkes wahrer Himmel!
Zufrieden jauchzt dann Groß und Klein:
Hier bin ich Mensch, so darf ich`s sein.
Und ist das Virus erst besiegt
man wieder gern in Urlaub fliegt.

Edgar Gutsche, aus Kropp
frei nach J. W. v. Goethe