Den Tagen Leben geben

Weiterbildung im Bereich der Palliative-Pflege.

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Ärztlicher Koordinator des Netzwerkes Palliative Care und Dozent im Weiterbildungskurz Palliative Care: Dr. Patrick Lohmann. Foto: privat

Mölln (pm). „Wir sind für Sie da, um bei einer schweren Erkrankung in der letzten Lebensphase die belastenden Symptome zu lindern“, steht auf der Internetseite des Netzwerkes Palliative Caren im Kreis Herzogtum Lauenburg, dessen Team seit 2010 Menschen mit einer weit fortgeschrittenen oder unheilbaren Krankheit und begrenzter Lebenserwartung wertvolle Unterstützung gibt. Die Palliativversorgung fördert die Betreuung der Patienten im häuslichen Umfeld und versucht Krankenhausaufenthalte zu verkürzen, besser noch sie zu verhindern.

„Unsere Aufgabe ist es, den Pflegebedürftigen die letzten Tage, Wochen oder Monate so angenehm wie möglich zu gestalten“, sagt Dr. Patrick Lohmann, ärztlicher Koordinator des Netzwerkes und ärztlicher Leiter des palliativen Konsildienstes. Da die Menschen in Deutschland immer älter werden, werden künftig viel mehr Pflegekräfte mit einem Weiterbildungskurs Palliative Care benötigt als derzeit vorhanden. Auch deshalb unterrichtet Dr. Lohmann im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (BIZ) in Mölln. „Ich mache immer wieder großartige Erfahrungen.“

Noch immer findet das Thema „Sterben“ in unserer Gesellschaft zu 80 Prozent hinter verschlossenen Türen der Krankenhäuser und Pflegeheime statt. Die überwiegende Mehrheit der Betroffenen aber wünscht sich, die letzte Lebensphase im eigenen Zuhause erleben zu können. „Unser oberstes Ziel ist es, die Lebensqualität zu erhalten“, sagt Bettina Burchert-Ziethen, Leiterin des BIZ, die 2009 eine Weiterbildung in Palliative Care abgeschlossen hat. „Auch wenn die Pflege mit Schwerkranken einen ernsten Hintergrund hat, so ist es eine erfüllende Arbeit.“

Wer sich für die nächste Weiterbildung „Palliative Care“ interessiert, kann sich im DRK-Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (04542 – 808-150) informieren. Themenschwerpunkte sind für stationär und ambulant tätige Pflegefachkräfte u.a.: Symptomorientierte Pflege, ganzheitliche Therapie und Pflege, Einbindung Angehöriger, Vernetzung stationärer und ambulanter Einrichtungen, qualitätssichernde Maßnahmen. Die Fachweiterbildung beginnt am 21. September (bis 26. Februar 2021) und beinhaltet 160 Stunden in fünf Modulen.