‚Und dann war alles anders…‘

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Der Weg ist das Ziel: KuSo-Intendant Frank Düwel bringt Kunst und Kultur auch unter verschärften Bedingungen ins Lauenburgische. Die letzten Wochen wurde ein Corona kompatibler Kultursommer aus dem Hut gezaubert und auch beim "Blauen Montag" vertriebt man mit der "Ode an die Freude" die Regenschauer. Foto: Anders
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Mölln (aa). „Wenn das Leben dir Zitronen schenkt, mach‘ Limonade daraus“ – getreu diesem Sprichwort handelte die Stiftung Herzogtum Lauenburg in den letzten Wochen und ließ den Kultursommer am Kanal (KuSo) trotz Corona-Restriktionen doch noch wahr werden – nur eben anders als gedacht.

„Wir sind sehr dankbar, dass wir am Ende überhaupt in der Lage waren, trotz Virus einen fantastischen Kultursommer durchzuführen“, erklärte Stiftungspräsident Klaus Schlie vor rund 60 Gästen im Rahmen des ‚Blauen Montags‘, der traditionellen Abschlussfeier des KuSos am 6. Juli vor der Kulisse des Stadthauptmannshofes. Ein großer Teil dieses Danke gebühre KuSo-Intendant Frank Düwel sowie KuSo-Managerin Farina Klose. So fasste die Düwel die Dinge auch nochmal zusammen. Noch im Februar zur Messe Reisen in Hamburg wurde das eigentlich geplante Programm vorgestellt. „Und dann war alles anders“, beschrieb Düwel die folgenden und teils bis heute anhaltenden Einschränkungen, die kleinere und erst recht größere Veranstaltungen mit Publikum unmöglich machten. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch. Nach den entsprechenden Lockerungen bezüglich der Corona-Einschränkungen wurden einige Dinge wieder möglich. „Wir konnten die Kunst an den Wegesrand stellen. Die Kunst war einfach da“, erklärte Frank Düwel. So nutzten rund 4.000 Gäste die Möglichkeit, mit ausreichend Abstand „Kunst am Wegesrand“ zu erleben.

Abschied von einem ungewöhnlichen Kultursommer am Kanal 2020 beim „Blauen Montag“ im Stadthauptmannshof. Foto: Anders

Ein Lob Düwels ging auch raus an die Verwaltungen der Städte und Gemeinde im Lauenburgischen, die sich offen und kooperativ für alternative Konzepte zeigten. Und vieles, was „live“ nicht ging, versuchte das KuSo-Team in die virtuelle Welt zu übertragen. „Wir haben es hinbekommen und uns innerhalb kürzester Zeit neu aufgestellt“, schwärmte auch Farina Klose mit Hinweis auf die neuen Onlineangebote, die im Rahmen des Kultursommers 2020 entstanden sind, „Damit sind auch für die nächsten Jahre digital gut aufgestellt.“ Düwel ergänzt: „Ein Applaus auch für alle, die dieses Jahr nicht auftreten konnten, auch das ist ein großer Schmerz.“

Die Eröffnung des Kultursommers am Kanal 2021 soll dann unter wieder hoffentlich „normalen“ Umständen groß in Büchen gefeiert werden. Das Motto lautet dann: „Am Ufer – die Freiheit“.