Das NDR-Fernsehen in Walksfelde

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Besuch des NDR auf dem Hof Horst Soecknicks in Walksfelde. Foto: Wolfgang Tempel
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Von Wolfgang Tempel

Es gibt Befürworter und Kritiker der neu vorgestellten Gebietskulisse für Vorrangflächen den Bau von Windrädern betreffend. Die Anzahl der Menschen in beiden Lagern hält sich in etwa die Waage in unserem Bundesland.

Sylvia Aust, Redakteurin des NDR-Fernsehens, versucht zusammen mit ihrem Team, Wege zu ergründen, wie die Akzeptanz für Windkraft im Lande erhöht werden könnte, beziehungsweise Motive zu erfragen, woher die Ablehnung kommt. Zu diesem Zweck reiste sie am 19. Dezember 2019 zu Bürgermeister a.D. Horst Soecknick nach Walksfelde.

Das Dorf steht in diesem Fall stellvertretend für viele andere Orte in Schleswig-Holstein. 16 bestehende Anlagen mit 100 Metern Höhe sind in 2.000 Metern Entfernung zu sehen. Die Bewohner haben sich mit diesen Anlagen arrangiert. Jetzt sollen aber fünf weitere Windräder hinzugebaut werden, die 200 Meter hoch wären und in nur 1.000 Metern Entfernung stehen würden. Zur besseren Veranschaulichung: Die neuen Anlagen wären doppelt so hoch und nur halb so weit entfernt wie die Altanlagen. Davon wären nicht nur die Einwohner Walksfeldes, sondern auch aus Poggensee, Mannhagen, Bälau und Alt-Mölln betroffen. Gleichzeitig wäre die kulturhistorische Möllner Altstadt durch die Nichtbeachtung der Denkmalschutz-Richtlinien betroffen, weil die mächtigen Anlagen die Sichtachse beeinträchtigen würden.

Sylvia Aust hörte sich die Argumente der Kritiker an. Zusammengefasst kann dazu gesagt werden: Wenn die vor dem Regierungsantritt gemachten Versprechen eingehalten worden wären, als da sind: 1.200 Meter Mindestabstand, 1,6 Prozent Landesfläche reichen aus für Vorranggebiete, der Schutz der Menschen steht an erster Stelle, um nur einige zu nennen, dann hätte die „Jamaika-Koalition“ meines Erachtens so gut wie keine Probleme, die Windkraftpläne umzusetzen. So wird es aber weiterhin großen Widerstand der Landbevölkerung geben.

Zirka fünfzehn Leute aus verschiedenen Dörfern waren gekommen, um ihre Argumente in sachlicher Atmosphäre vorzubringen. Mit der großen Hoffnung, dass die Sorgen und Nöte bei Sylvia Aust Gehör fanden, verabschiedeten sich alle nach rund eineinhalb Stunden.