‚Kuck mal Kunst‘ – Ausstellung im Robert-Koch-Park

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(v.li.) Almuth Grätsch (LHW), Hobby-Künstler Julius von Engelhardt (87) und Detlef Schienke (Betreuung Pflegeheim Gahl) laden zur 2. "Kuck mal Kunst" Ausstellung ein. Foto: Anders
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Mölln (aa). Nun schon das zweite Mal stellen kreativ- und künstlerisch Schaffende aus dem Robert-Koch-Park im Robert-Koch Park im Haupthaus aus. Ausstellungseröffnung ist am Sonnabend, 16. November, um 16 Uhr.

Der Robert-Koch Park ist ein immer noch im Bau befindlicher Stadtteil in Mölln Eine neue Welt ist im Entstehen: neue Bewohner, Arbeitsplätze, Schule, Kindergarten, Firmen, Praxen, KulturWerkstatt und Künstlerateliers. Für die Menschen im Robert-Koch-Park gibt es viel Neues und Ungewohntes, für viele ist es auch ein neuer Lebensabschnitt, der hier beginnt und viele Möllner kennen den Robert-Koch-Park noch nicht. Die zweite Auflage von ‚Kuck mal Kunst‘ mit dem Unterthema „Neue Welten … – nur Mut“ bietet erneut die Gelegenheit des Kennenlernens.

Mit ‚Kuck mal Kunst‘ haben sich Kinder des Kindergartens Schneiderschere, Senioren aus dem Pflegeheim Gahl sowie Künstler der Kulturwerkstatt in einem Workshop zusammengefunden. „Es ist eine Keimzelle, in der wir alle zusammenkommen“, erklärt Almuth Grätsch, Leiterin der Inklusiven KulturWerkstatt des Lebenshilfewerks Mölln-Hagenow (LHW).

Einige haben gemeinsam fotografisch Lieblingsplätze entdeckt, andere haben gemalt, was ihnen wichtig ist und andere wiederum haben sich getroffen und gemeinsam Kreatives geschaffen. So sind Bilder, Fotos, Collagen und Objekte entstanden, die im Theatersaal des Robert-Koch-Campus (Hauptgebäude), in den Fluren sowie der Kulturwerkstatt zu sehen sein werden. „Es gehört schon Mut dazu, eine weiße Leinwand zu füllen“, beschreibt Detlef Schienke (Betreuung Pflegeheim Gahl) die Hemmungen der Senioren, die teilweise zu überwinden sind. Einige hätten nach 60 Jahren sich zum ersten Mal wieder künstlerisch ausprobiert. Die Kinder der Schneiderschere gingen da schon unbedarfter zu Werke. Im Rahmen des Workshops wurde es schnell ein Miteinander, als sich die Gruppen vermischten. „Das Wichtigste ist, dass alle Spaß daran haben. Und den Senioren helfen solche Angebote, sich hier einzuleben“, so Schienke weiter. Die Kindergartenkinder besuchen aktuell einmal pro Woche die benachbarte Seniorenresidenz. Die Frequenz eines Workshops pro Jahr soll in 2020 erhöht werden.

Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember montags bis freitags von 8 bis 6 Uhr und mittwochs bis 18 Uhr geöffnet. Zur Vernissage am 16. November wird es zudem Swing Musik von „Milstreet Five“ sowie Kaffee und Kuchen geben.