Ratzeburg: Mareike Hansen verlässt St. Georgsberg

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Mareike Hansen wird am 15. September 2019 im Pastoratsgarten der Kirchengemeinde St. Georgsberg verabschiedet. Foto: Steffi Niemann
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Ratzeburg (pm). Mareike Hansen ist in Lübeck geboren und aufgewachsen, studierte in Bethel, Münster und Kiel Theologie und gründete „nebenbei“ eine Familie. Das Vikariat absolvierte sie in Berkenthin und wirkte danach in der Ratzeburger Kirchengemeinde St. Georgsberg als Pastorin. Nun geht es wieder zurück nach Lübeck, genauer in die Kreuzkirche in St. Jürgen. Ihre Verabschiedung findet am Sonntag, 15. September 2019, um 10 Uhr im bunten Pastoratsgarten der Kirchengemeinde mit Pröpstin Frauke Eiben statt. Nach dem Gottesdienst sind alle Gäste zum fröhlichen Gemeindefest eingeladen, das um 14 Uhr mit einer musikalischen Andacht in der Kirche St. Georg auf dem Berge beendet wird.

„Insgesamt arbeitete ich sechseinhalb Jahre hier als Pastorin“, berichtet Mareike Hansen. Ihr Weggang hat einen schlichten, aber wichtigen Grund: „Meine beiden Töchter gehen seit einem Jahr in Lübeck zur Schule und das tägliche Pendeln ist für alle eine Belastung“. Zudem sind sie nun schon groß genug, dass die Pastorin von einer halben Stelle auf die volle Stelle wechseln kann. „Und ich bin in St. Jürgen großgeworden, es ist also wie ein Nachhause-Kommen“, schmunzelt die 38-Jährige.

Vermissen wird sie ihre „alte“ Gemeinde natürlich trotzdem: „Ich bin hier quasi zur Pastorin gereift, habe eine große innere Entwicklung gemacht. Anfangs war ich beim Feiern des Gottesdienstes noch angespannt, im Laufe der Zeit lernte ich zu entspannen und die Gottesdienste innerlich mitzufeiern. Und ich bin sehr glücklich darüber, wie viele Menschen sich mir anvertraut haben – im größten Glück und im größten Leid. St. Georg auf dem Berge wird immer die Gemeinde sein, in der ich meine ersten tapsigen Fußstapfen machte und so reich mit innigen Gesprächen beschenkt wurde“. Sie wünscht der Gemeinde, dass sie den Mut habe, neue Schritte in die Zukunft zu wagen, die sich definitiv verändern wird. „Veränderung ist auch immer eine Chance. Es tut vielleicht gut, sich auf die Wurzeln des Christentums zu besinnen, zurück zu den Anfängen zu gehen. Gerade in dieser Gemeinde habe ich so viele in der Tiefe gottverbundene Menschen erleben dürfen, die ihre Spiritualität leben. Das hat mich sehr beeindruckt.“ Die junge Pastorin möchte ihnen Mut machen, ihre Ängste loszulassen. „Was Christen geben können, ist größer als kirchliche Strukturen.“