Prüfung Modell Utrecht: Bienenhaltestellen in Geesthacht

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Die Bienenhaltestelle wird ganz sicher auch Wespen und andere Insekten erfreuen. Symbolbild: privat
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Geesthacht (pm). Die Ratsversammlung hat im Februar 2018 beschlossen, dass sich die Stadt Geesthacht an der Initiative „Deutschland summt!“ beteiligt. Damit ist die rund 30.000 Einwohner zählende Elbestadt im Kreis Herzogtum Lauenburg einer der ersten Kommunen im Land Schleswig-Holstein, die sich an der Initiative der Stiftung für Mensch und Umwelt beteiligt.

Um aktiv etwas gegen das Artensterben zu tun, hat sich die Stadt Utrecht in den Niederlanden etwas einfallen lassen: Rund 300 Haltestellen wurden für Bienen, Hummeln bzw. Insekten begrünt. Da diese nicht so hoch wie viele andere Flachdächer sind, herrschen durch wenig Wind und gute Sonneneinstrahlung beste Voraussetzungen, um den Insekten ein zusätzliches Nahrungsangebot zu ermöglichen.

Die Pro Geesthacht Ratsfraktion hat deshalb zur kommenden Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Verkehrsplanung am 13. August einen entsprechenden Antrag eingebracht. „Wir finden die Idee aus Utrecht sehr interessant und bitten daher die Verwaltung eine mögliche Umsetzung einer Begrünung der in der Stadt Geesthacht befindlichen Bushaltestellen für Bienen, Hummeln beziehungsweise Insekten zu prüfen“, berichtet Sven Minge, Ratsmitglied.

Das Ergebnis soll dann in den zuständigen Fachausschüssen (Stadt- und Verkehrsplanung/Ausschuss für Umwelt und Energie) vorgestellt werden. „Soweit die Idee eine positive Resonanz findet und eine nachhaltige Umsetzung möglich ist, werden sicherlich weitere Kommunen mit Bienenhaltestellen folgen. Geesthacht hat im Rahmen der Initiative viele Aktionen gestartet, zuletzt den Bienenpfad an der Elbe: Dieser soll Anregung und Anschauung für eine bienenfreundliche Gestaltung von Gärten und Grünflächen bieten“, sagt Minge abschließend.