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Ein Grünspecht (Picus viridis) Jungvogel, manchmal auch Grasspecht oder Erdspecht genannt, ist eifrig bei der Nahrungssuche am Wegesrand und möchte am liebsten ungestört sein. Er ist eben ein Gourmet in Sachen Ameisen.

Im Sommer sind es die verschiedenen Lasius-Arten (Wegameisen), aber auch häufig ist es die Rote Waldameise und andere Formica-Arten, die auf seinem Speiseplan stehen. Von allen mitteleuropäischen Spechten ist der Grünspecht am meisten auf bodenbewohnende Ameisen spezialisiert. Diese fängt er in ihren Gängen mit seiner zehn Zentimeter langen Zunge, die in ein verhorntes und mit Widerhaken bestücktes Ende ausläuft.

Vor allem im Winter sucht er Felswände auf, aber auch regelmäßig Dächer, Hauswände oder Leitungsmasten und sucht dort in Spalten nach überwinternden Arthropoden, vor allem nach Fliegen, Mücken und Spinnen. Der Grünspecht ist fast in ganz Europa (mit Ausnahme Island, Irland und Nordskandinavien) zu Hause, aber selten zahlreich. Außerhalb der Brutzeit ist er praktisch Einzelgänger. Wohl fühlt er sich in locker bestandenen Wäldern, Steuobstwiesen, Parks und Gärten.