Aktionstag der IHK und Handwerkskammer: Unternehmensnachfolge sicher regeln

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Lars Schöning. Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, Handwerkskammer-Präsident Ralf Stamer, Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs, Andreas Katschke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck, und IHK-Vicepräses Hagen Goldbeck. Foto: Handwerkskammer Lübeck
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Lübeck (pm). Früher an später denken: Auf dem Aktionstag Unternehmensnachfolge haben sich 95 Interessierte in der Handwerkskammer Lübeck über praktische Aspekte des komplexen Themas informiert. In acht Impulsvorträgen und in einem Impulstalk standen die Möglichkeiten zur Regelung von Übergabe und Übernahme eines Betriebes im Mittelpunkt. IHK und Handwerkskammer haben es sich zur Gemeinschaftsaufgabe gemacht, für dieses volkswirtschaftlich bedeutsame Thema stärker zu sensibilisieren. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass in den kommenden Jahren bis zu 7.000 Unternehmen in Schleswig-Holstein zur Übergabe anstehen – in vielen Fällen ist die Nachfolge bislang ungeklärt.

Auch die Landesregierung geht die Nachfolgethematik mit hoher Priorität an. Dr. Thilo Rohlfs, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, stellte in seinem Grußwort klar: „Die Unternehmensnachfolge ist die zentrale Herausforderung für unsere mittelständische Wirtschaft.“ Vor allem kleine und mittlere Unternehmen hätten es schwer, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Um für die Übernahme eines Betriebes zu werben, sei außer Fördermaßnahmen auch das passende Mindset notwendig. So müsse bereits in der Schule für Selbstständigkeit und Unternehmensgründung als attraktive Karrierewege geworben werden. Die Landesregierung habe die Nachfolge daher mit ihrer Gründungsinitiative und mit dem Thema Technologietransfer verknüpft.

Im Impulstalk sprach Rohlfs mit Handwerkskammer-Präsident Ralf Stamer und IHK-Vicepräses Hagen Goldbeck über den strategisch und emotional häufig schwierigen Wechsel an der Firmenspitze. Übergeber sollten frühzeitig anfangen zu planen, Nachfolge-Interessenten sollten sich ebenfalls rechtzeitig informieren, um optimale Voraussetzungen für die Übernahme zu schaffen, betonte Goldbeck. Eine pauschale Lösung gebe es allerdings nicht, jedes Unternehmen sei so individuell wie die Personen dahinter. Gerade in Familienbetrieben sei die Nachfolge ein sensibles und emotionales Thema, da außer Wertschöpfung und Arbeitsplätze häufig das Lebenswerk von Unternehmern und Unternehmerinnen betroffen ist. Stamer berichtete auch über die Herausforderungen in seinem eigenen Zimmereibetrieb, den er in vierter Generation leitet.

In acht Fachvorträgen konnten sich Übergabe- und Übernahmeinteressierte anschließend vertiefend informieren: Experten von der IHK und HWK sowie Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer gaben einen umfassenden und praxisnahen Überblick, was es bei der Nachfolge eines Betriebes zu beachten gilt – von der Unternehmensbewertung über rechtliche und finanzielle Aspekte, der Erstellung eines Notfallkoffers bis hin zu verschiedenen Formen der Übergabe.

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