Siebenbäumen: Ehrenmal auf altem Friedhof wird restauriert

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Malaika Krohn (re.) restauriert mit Theda Meierhöns das Ehrendenkmal. Stehend die gesicherte Platte, die in mehrere Teile zerbrach. Foto: Steffi Niemann
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Siebenbäumen (pm). Kurz vor Totensonntag 2018: Fast genau einhundert Jahre nach der Einweihung des Ehrenmals ging eine von drei Platten mit Namen der im Ersten Weltkrieg Gefallenen zu Bruch. Zeit für eine Restaurierung, befanden die Kommunen Siebenbäumen, Kastorf, Ahrensfelde, Groß Basedow, Schürensöhlen und Wilmenau, die Eigentümer des Denkmals sind und sich die Kosten von 5.000 Euro teilen. Auch der Kirchengemeinde Siebenbäumen, auf deren alten Friedhof an der St.-Marien-Kirche das Ehrenmal seinen Platz hat, ist an der Wiederherstellung sehr gelegen.

„Die Kirchenbauhütte des Kirchenkreises sicherte zunächst die Fragmente der Platte, damit nichts verloren geht“, berichtet Diplom-Restauratorin Malaika Krohn, die jetzt zusammen mit Theda Meierhöns, Studentin für Kunstgeschichte und klassische Architektur, das Bauwerk restauriert und konserviert. „Konservieren bedeutet erhalten und restaurieren aufwerten“, fasst Krohn ihre Arbeitsschritte in Kurzform. Als erstes säuberte sie den Turm mit seinen Granitsteinen und besserte kaputte Fugen aus. „Früher wurde überwiegend mit Zement gearbeitet, dementsprechend hart und rissig ist das Material“. Heute sei man auf den weicheren Kalkmörtel umgestiegen. Jetzt bereitet sie die Putzfläche vor, auf der die abgängige Schrifttafel wieder angebracht wird. „Stück für Stück wird jedes Teil quasi reingepuzzelt“. In rund vier Wochen sollen die Arbeiten beendet sein.

Dass auch in der Vergangenheit schon ausgebessert wurde, konnte Malaika Krohn deutlich sehen: „Ich habe vier bis fünf verschiedene Materialien gefunden“. Ingrid Neervoort vom Friedhofsauschuss bestätigt dies nach einem Blick in die Chronik der Kirchengemeinde: „In den Jahren 1984, 2004 und 2013 wurden leichte Schäden behoben“.