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De letz Kriech wehr nu schun ehnige Johr vörbie. Dat Problehm mit de veeln Flüchtlinge kreech man almähli in Griff. Dat tosomen Läben iss so no und no in de richdi Boohn lenkt. Nur mit de Ünnerbringung und mit den Wohnruhm wehr noch nie alns ind Lood.

So werd uck bie de Familie Worm. Dat heed bie Willem, bie Herta und Söhn Achim. Bether huusten se in sunn ohle Rumpelkommer. Boben ob´n Bööhn. Dat enzige Fenster wehr sunn lüdde Dacklug. Disse Familie kreech nu bie de Hausbesitzerin „Elsa“ twe Stuben tauwies.

Dennoch mitn egenen Ingang und ne lüdde Veranda. Dortau nochn Stück Goordenland. Wat weehrn se glücklie. Fast wie bie uns in Pommern.

Dat har nu allns so schön warn kunt. Wenn nur Elsa nie ümmer sunne herrische Vermieterin sien wull. Elsa lech groden Wert ob dat Wort „Hausbesitzerin“. Dachdächli meckert se rümm.

Dat noch ind Huus wohnende ole Ehepoor ut Ostpreußen und de Familie Worm ud Pommern wehrn doch nur Eindringlinge. De har keene Wohnkultur.

Elsa wehr ne richdige Mudder-Hoocks. Ehne „Mudder-Hoocks“ iss ne Frau de öberall, bie jeden Menschen anhockt. Sick mit Kehnen verdrägen kann, allns beder weed und allns beder kann. Inn Fröhjohr moog Elsa ehren Goorden verdi und lecht de ersten Kantüffeln. Ach Dooch lader wehr Willem an de Reech. No fehle Joorn de ersten egenen Kantüffeln. Mit Leehf lecht Willem jede Kantüffel in de Eehr. De Kiem no boben. De schull jo nie affbregen. No ehnige Tied löpen siene Kantüffeln ob. Se stöhn in de Reech wie de Suldoten. Elsas Utsaat, de doch schun ach Dooch vörher plant wehrn, kööm und kööm nie.

Nu vertellt se ind Dörp und in de Schludereck bied´n Koopmann dat Willem, ehr böse Inwohner, ehre Kantüffeln weller udbuddelt und bie sick weller inpland hed. Nu lech Elsa dat twede Moohl. Denn passeer das Wunner. De Ersten un de Tweden gelechten Kantüffeln köhm fass tosom ud de Ehr. Dat söh ut ass wenn se seid wehrn. Elsa mehnt nu, dat iss jo bald eehn Naturwunner.

Pienlie werd nie. An ehne Entschuldigung? Dach se gorni an! Ehr Innwohner wern doch nur Flüchtlinge und Togelopene. Willems Nowern und Frün mehn nu: „Lood die dat nie gefaln! Schied ehr an! Das ne Beleidigung!“

Willem tooft nodn Amtsrichter. De schickt emm nodn Schiedsrichter. De Schiedsrichter wehr Buer ind Nowerdörp. Door müssen nu de Kläger und de Beklogte hinkomm. In de Besstuuf wöhr verhandelt. No fähl Windungen und Dreiungen müßt nu Elsa de verbredeten Lögen trüüch nehmen. De Strohf! Se müß nu handschriftliche Entschuldigung and „schwarte Bredd“ annogeln. Door schull dat ach Wochen bummeln blieben. In ehr Läben har Elsa noch nnie fähl schrieben bruug. Nu geehf se sich Mööh. Se schreef mit kriggelige Schriff: „Die Unwahrheit, die ich über die Familie Worm bezüglich der ausgebuddelten Kantoffeln verbreitet habe, nehme ich mit Bedauern zurück.“

Dar Ehne hed se nu mark. Nie glieck losbabbeln. Lever twee mohl tauhörn. Süns kand pienlie warn. Ick meehn! Dat gelt nie nur för Elsa.