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Das nu all lang her. Domols wull ick mien achteinsten Geburtstag fiern. In diss Tied. Wo ick nu funn vertelln will, wird mit’n Vergnögen för de jungen Lüüd nie all to wied her. So beten Kino oder aff und an tunn Danzen. Wend Geld reggen döh, kunn man sick ne Bruus leisten.

Bie so een Dansvergnögen lehr ick ne Deern kenn. Anfangs hebt wie uns nur angrinst. Ind vorbie goohn heff ick denn frogt, ob se mit mie danzen müch. Se secht: „Mien wegen! Öber nur Tango oder englischen Wals.“ Bie den englischen Wals brugs nur bet Dree telln. Een langen und twee korte Schrä. Denn geid. Mitn Walzer undn Fox gööd noch nie richdi.

De Obend löpt so gaud. „Ick müss no Huus!“ Währ all banni späht. So een schönen Obend heck noch nie beleeft. Hett Spoos mogt. Miene Danzpartnerin frööch: „Nimms mie mit? Wie hebt den selben Wech.“ Stimmt nie gans, öber wad schalt. Ick antwoor mit Kribbeln inn Buug: „Mien wegen!“

Biedn no Huus tüffeln hebt wie uns ers mitn Naam anschnagt. „Ick heet Willi. Und du?“ „Mien Naam iss Elsbeth.“ Also Else! Wie hebt sabbelt und sabbelt. Hebt dorbie gorni markt, dat wie uns bie de Hand tofoten harn. Wie währn veel to schnell bie Elses Huus ankomm. Links und rechts funn Ingang währn grote Schaufenster. Door achter nur Blaumen.

„Else?“

„Jooh?“

„Arbeits du hier?“

„Jooh. Hier lehr ick Blumenverkäuferin.“ Hüüt secht man to so een „Lehrling“ Auszubildender oder Azubi, de modernen Lüüd secht uck „Floristin“.

Nu stöh wie in’n Ingang und wüssen niks mitanner antofangen. Wie dat denn so kööm, dat week hüüt nie mehr. Ick har funn niks ne Ohnung. Nur datt wad Anner mie funn de Fruns vertellt hebt. Küssen? Weed gorni, wied mogt ward. Hett mie nüms biebröcht.

Nu wird mit eenmal so wied. Else kööm ümmer dichter an mie rann, luschert ehrn Kopp an mie Schuller. Allns, wad Else nu mögt, heff no aff. Mensch währ datt schön! Wie beiden kunn gornie genooch kriegen. Dat eerste Mal in mien Läben dörft ick ne lüdde sööte Deern küssen. Oder hett Else dormit anfungn? Dat weet ick hüüt nie mehr.

Mien Arm, wo Else sick ankuschelt har, wöhr ümmer schworer. Kunn ehr bald gorni mehr holn. Wie datt nu passert is, mie werd so pienlich: Else rutscht mie utn Arm. Se leech mit eenmool an de Eehr. Bether wer allns so schön. Nu ditt Malöör. Ick heff mie schäämt. So schnell wied güng, söch ick dat Wiede. An dissen Obend kööh uck tofeehl ob mie tau: Dat eerste Mal in mien Läben ne Deern kennlernt. Dat eerste Mal ne Deern no Huus bröcht. Schull ick mie wegen Elses Hinfalln nu schämen oder freun? So glückli, freudich und selig büng noch nie wess. So een Geföhl!

An annern Obend büng dörch de Gegend schliegert, mit den Gedanken ehr to dropen. Ick tru mien Ogen nie. Ümm de Eck kümmt Else. Se har mie schun seen, röppt gans luud: „Williii!“ Wie harn uns weller! Mien ers Frooch: „Hess die gestern weh daan?“ Se lacht und meent: „Worum büss du denn wechlopen?“

Denn iss jo alln weller gaud. Wenn nu de Tied dat wull, hebt wie uns dächli dropen. An een Obend wehr uns Ziel dat Kaiserhold. Wie fünn ne Bank, funn wo man de ganze Ostseebucht öberseehn kunn. Asst düster wööhr, spegelten sick de Lichter funn de anner Sied ind Wodder. Ooh Mann, iss ditt een schönen Obend! Else striegelt mie lang de Baggen, drück mie aff und tau een op. Niks währ üm ums rümm. Nur de Uuhl dor boben währ uns Tüüch.

Eigentlie mach ick nu nie weller vertelln. Wad nu kümmt, geid Nümms wad an!

Na iss gaud. Öber nur noch twee Sätz. Ohne veel Fisematenten to mogen. Ohne veel to sabbeln.

Wie föten uns ümm. Keken uns in de Ogen. Währn uns total enig. Else stöh opp und sech to mie: „Kümm!“ Nu füng se liesen dormit an. Denn sett ick in. Wie süng nu inn Duett dat schöne Leed „Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün“. Und denn? Denn hebt wie dat eerste Mal in uns junges Läben… Nä! Nu iss Schluß! Aus! De Rest kann de Uuhl vertelln!