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Titel Land&Leute

‚Hightech und Ruinen‘: Historischer Spaziergang auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums Geesthacht

von Pressemitteilung
Januar 27, 2019
‚Hightech und Ruinen‘: Historischer Spaziergang auf dem Gelände des Helmholtz-Zentrums Geesthacht

Gesprengtes Produktionsgebäude in Krümmel. Foto: Förderkreis Industriemuseum Geesthacht

Geesthacht (pm). Am Sonnabend, 2. Februar 2019, veranstaltet der Förderkreis Industriemuseum Geesthacht von 14 bis zirka 16 Uhr einen Historischen Spaziergang im Bereich des Helmholtz-Zentrums Geesthacht (GKSS). Das Thema lautet dieses Mal „Hightech und Ruinen“. Treffpunkt ist an der Pforte des Helmholtz-Zentrums (Zugang von der B 5).

Festes Schuhwerk wird für diesen Ausflug empfohlen. Aufgrund einer begrenzten Teilnehmerzahl, wird um eine Anmeldung unter der Rufnummer 04152/8877840 gebeten. Es wird nur zurückgerufen, wenn ein Spaziergang ausgebucht ist.

Auf dem Gelände der ehemaligen Dynamitfabrik Krümmel/Geesthacht, im Bereich des Helmholtz-Zentrums, wird Reinhard Parchmann die Besucher zu verschiedenen Gebäuderesten der letzten Fabrikanlagen, gegründet von Alfred Nobel, führen. Dieses Gelände, das unmittelbar an das Kernkraftwerk Krümmel grenzt, vermittelt einen Einblick in die Zeit, als hier – bis zum Kriegsende 1945 – große Mengen verschiedener Sprengstoffe produziert wurden.

Aus Unterlagen der Archivsammlung von Karl Gruber konnte die Lage aller noch vorhandenen Gebäudereste rekonstruiert werden. Dabei wurden anhand von Originalplänen viele verborgene Überreste aufgefunden und dokumentiert. Der Rundgang führt an verschiedenen Gebäuden vorbei, die mehrheitlich nach dem Krieg gesprengt wurden. Es sind jedoch noch vier Gebäude erhalten geblieben, wovon eines als sogenannter Schlingerstand zur Erprobung von Bauteilen des Frachtschiffes NS Otto Hahn unter Seefahrtsbedingungen Verwendung fand. Ein Teil dieses Gebäudes wird heute vom Institut für Küstenforschung der Helmholtz-Zentrums genutzt.

Erhalten ist zudem der ehemalige Lokschuppen, ein Aufenthaltsraum und das Gebäude Nr. 735, das mit seiner Flachdachkonstruktion und dem Stahlbetonskelett ein typisches Bauwerk aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs ist.

Der Spaziergang wird von Mitarbeitern der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Helmholtz-Zentrums Geesthacht begleitet. Die Besucher erfahren, wie das Gelände heute für die aktuellen Schwerpunkte Werkstoff- und Küstenforschung von des Helmholtz-Zentrums genutzt wird.

Da die meisten Gebäuderuinen nicht oder nur bedingt zugänglich sind, haben sich in dem Waldgebiet rund um das Helmholtz-Zentrum verschiedene Tierarten angesiedelt, zum Beispiel Fledermäuse und Wildschweine. Zudem hat sich nach Jahrzehnten die Natur wieder „ihr“ Terrain zurückerobert, so dass im Sommer alle Ruinen unter einer großen grünen Decke aus Laub, Büschen und Gräsern verschwinden. Aus diesem Grunde finden die Rundgänge nur im Winterhalbjahr statt.

Tags: GeesthachtHelmholtz-Zentrumkrümmel

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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