Aus dem Archiv: Hans ohne Glück! Teil 2

Plattdüütsch: Erleeft, upschreven und vertellt fun Willi Anders

208
Foto: pixabay.com
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von

So göh de Sommer allmähli toenn. Oohrnbeer iss fiert. De Damperdöscher hett sien Arbeit doohn. Nu geid noch bie de Kantüffeln und Röben, denn kann de Winter komm.

De meisten Landarbeiter hebt schunn Fierobend krägen. Dat heet, se sünd kündigt. De geid wieder wandern. Hans will trüch no sien Öllern no Angeln. Öber siene Eskapaden wöörn hier noch lange nie vörbie. Iss doch komisch! Sunn Tumbuck, wie Hans een iss, hett man selten erlääft. Wenn sick dormull wad besonderes affspeelt, iss he mit Gewissheit dorbie.

So güng uck mit dat Wüpsennest. In de Heck an de Döörpstrood is’n Wespennest. Jeden Dach loopt hier’n patschuln Menschen vorbie. Niks passeer. Keeneen wöör steken. Uns Hans pass datt nie. Dat Ness mud wech! Dat ward utrögert! He söök sick’n poor Mann dartau. De mogt’n Füer und schmiet dat denn ind Nest. So nu süns verbrennt. De kommt nie weller.

Annern Dach. De Wüpsen schwirrt weller in de Gegend rümm. Hans kümmt mit’n nieden Vörschlach: „Wie pinkelt allman ind Look.“ „Iss gaud, moog wie.“ Poor Buddel Beer moog de Run, man will jo Druck hemm. „Werkeen iss de eers?“ „Du fangs an, denn du, denn du, Hans iss de letz.“ Noch wöörn Roodschläch mogt, wo man genau hinzieln schull.

Moog Platz, Hans iss an de Reech. „Loos, bie Sied!“ He har schun poor Buddel Beer intus. Knöp de Büx open und den ran and Look. Sien Stroohl, fass wie bie de Füerwehr. De Flüssigkeit fun de annern Pinklers hebt de Wüpsen schunn in Roosch bröcht. Se krabbelt uut Nest und brummt in de Gegend rümm. Hans acht bie siene Aktivität nur ob sien Zielobjekt. Stiert nur obn Stroohl. He bölkt: „Weller een droppen!“

Een Wüps hett sick nu dach, „tööf man du Lorbass, di krieck ick schunn.“ Ers pielt se, mogt’n Luping, toletz een Sturzflug mit ne gladde Landung opt End funn Pullermann. Nu jumt se eern Stachel mit fuller Wut dorinn. Hans springt fun een Been op’n anner. Sien Hänn dor twischen und schüürt sick hin und her. För luder Wehdooch und Jammern kann he gorni schnaggen. Wies nur no ünn.

„Oh Gott, oh Gott, wad iss nur datt?“ No kodde Tied har sick sien Männekenn ümm de veelfache vergrödert. Nu röönt een Mitpinkler gau nu Huus no sien Mama: „Mudder, Mudder, kumm gans schnell. Hans sien Pullmann de platz!“

Mudder iss schnell door und beruhigt ersmool denn Halfdoden: „Na denn wies mull her! Brugs di uk nie schämen, ick kenn sunn Ding. Ick bring di koold Woder. Denn kööhl em man schöön. Bald iss he weller lüdder. Brugs kehne Angst hemm. Platzen deid so schnell nie.“ Nodn Stunstied har Hans sien Muul weller sparwied open. Nu interessier he sick nur noch, ob siene Samariterin uk sien nie, heele und saubere Ünnerbücks uk seehn hett?

So kunn ick nu mehr funn nu wirklie „Hans ohne Glück“ vertelln. För alln fund Motorrad. Wad he sick för dat hier in Sommer verdeente Geld kööft hett. Öber lood wie datt. Versproken hett Hans, datt he in nächsten Sommer weller komm will. Sien Buersfru meent ober doch, he schall man in Angeln blieben, weil doch in disse Gegend de Stadt Schleswig liech. Bie Schleswig iss ne Anstalt. Se meent för gewisse Lüüd, wo uck „Hans ohne Glück“ tau gehöör, door beter obhoben wööhr.

Hans ohne Glück! Teil 1