Schönberg/Mecklenburg (pm). Am Dienstag, 28. Juli 2026, um 20 Uhr findet in der St.-Laurentiuskirche Schönberg ein Konzert zum 276. Todestag Johann Sebastian Bachs statt. Auf dem Programm stehen Werke von Benjamin Britten und Edgar Meyer sowie Bachs „Musikalisches Opfer“ BWV 1079.
Es musizieren Simone Mentzen (Flöte), Martina Trumpp (Violine), Christian Heber (Viola), Andreas Voss (Violoncello) und Ise Bosch (Kontrabass).
„Wer suchet, der findet!“ – Mit dem „Musikalischen Opfer“ ehrte Johann Sebastian Bach den preußischen König Friedrich, stellte ihn jedoch gleichzeitig vor eine Herausforderung. Die Komposition war kein einfaches Musikstück, sondern ein anspruchsvolles Rätsel. Friedrich, selbst komponierender Flötist, hatte mit Johann Joachim Quantz und Carl Philipp Emanuel Bach, dem Sohn Johann Sebastians, kompetente Berater in seinem Umfeld. Ob diese ihm beim Entschlüsseln halfen, bleibt eine offene Frage.
An Bachs Todestag bringt ein Ensemble des Schönberger Musiksommers eines seiner Spätwerke in einer farbenfrohen und abwechslungsreichen Instrumentierung zur Aufführung. Da mit Bachs Tod die Musik nicht verstummte, werden auch Linien aufgezeigt, die bis in die Gegenwart reichen. Bachs Einfluss ist unübersehbar – kaum ein Komponist kann sich seinem Erbe entziehen. Unvorstellbar, den Hintergrund zu ignorieren, wenn eine Solosuite für Cello entsteht, wie bei Benjamin Britten, oder mit der Kanon-Technik experimentiert wird, wie bei Edgar Meyer. Beide sind tiefe Kenner von Bachs Tonsprache. Das Programm beginnt daher im Heute, denn Musik ist immer unmittbar.










