Ratzeburg (pm). Nach erfolgreichem Start in die 25. Saison vom Norddeutschen Freiluftkino geht es am zweiten Wochenende in die Vollen: vier Tage, vier Spielorte, vier Filme: Am Donnerstag, 23. Juli startet das Wochenende im Kurpark Ratzeburg mit Joachim Meyerhoffs Beginn seiner Theaterkarriere in „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ über seine Schauspielausbildung in München und sein Leben bei seinen Großeltern.
Am Freitag, 24.07. steht das Kinomobil in Zarrentin an der Seebadestelle (Wittenburger Chaussee 98) und zeigt dort „Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse“, die Geschichte vom kurz vor der Pleite stehenden Berliner Videothekenbesitzer Micha Hartung (Charly Hübner), der ungewollt zum gesamtdeutschen Helden wird, als ihn zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ein Journalist zum Drahtzieher der größten Massenflucht der DDR stilisiert.
Am Samstag, 25.07. baut das Kinoteam die Open-Air-Leinwand in Niendorf/Stecknitz auf, am Herrenhaus bzw. bei der der Feuerwehr. Gezeigt wird das faszinierende Porträt „Michael“ über Michael Jackson – mit seinen größten Bühnenmomenten und persönlichen Einblicken in das Leben des King of Pop.
Am Sonntag, 26.07. schließt das Wochenende in Behlendorf an der Badestelle mit der Verfilmung des Theaterstücks „Extrawurst“ über verborgene Animositäten, Vorurteile, Eifersüchteleien und Ressentiments, die jetzt alle auf einmal an die Oberfläche durchbrechen. Einlass ist jeweils um 20:30 Uhr, Filmbeginn ist 21:30 Uhr. Eintritt 11,-€, ermäßigt 7,-€ über www.freiluftkino.de oder an der Abendkasse.
Eigene Sitzgelegenheiten bitte selbst mitbringen, Essen und Trinken gibt’s von den Partnern vor Ort. Und auch dieses Jahr gilt: für das Wetter sind immer die Zuschauenden zuständig …
„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“
Ein neues Leben beginnt für Joachim: An der berühmten Schauspielschule in München aufgenommen, zieht er in die Villa seiner Großeltern. Dort begegnen ihm charmante Exzentrik und ungewöhnliche Rituale. Mit seiner Großmutter und seinem Großvater teilt er einen kuriosen Alltag, während er in der Welt des Theaters aus Leidenschaft und Konkurrenz eintaucht. Joachims Weg ist geprägt von skurrilen Erlebnissen und inspirierenden Momenten, die ihn auf die Suche nach seiner wahren Identität führen. Die Figur Joachim ist dabei das Alter Ego des Bühnenschauspielers Joachim Meyerhoff, der seit 2007 in einer fortlaufenden Romanreihe namens „Alle Toten fliegen hoch“ autofiktional und ohne feste Chronologie über prägende Etappen seines Lebens schreibt. Nachdem 2023 bereits die Verfilmung „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ erschien, adaptiert Simon Verhoeven nun den dritten Band. Beide Filme teilen sich dabei die Darsteller*innen von Joachims Eltern (Devid Striesow und Laura Tonke), sie spielen also im selben MCU (das Meyerhoff Cinematic Universe).
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„Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse“
Michael Hartung (Charly Hübner), der Besitzer einer wirklich hoffnungslos überschuldeten Videothek, hat sein ganzes Leben lang offenbar auf das falsche Pferd gesetzt. Als ein ehrgeiziger Journalist ihn dann auch noch mit
den Ergebnissen seiner Recherche konfrontiert, ändert sich für den charmant-melancholischen Micha auf einen Schlag alles. Denn der unnachgiebige Journalist behauptet, dass Micha vor mehr als drei Jahrzehnten als Angestellter der damaligen Reichsbahn die größte Massenflucht aus der DDR mit organisiert habe. Angeblich gibt es einschlägige Beweise in den archivierten Stasi-Akten und sogar einen dokumentierten Gefängnisaufenthalt, gefolgt von einer Zwangsversetzung in den Braunkohle-Tagebau. Von einer verlockenden Gage verführt, bestätigt Micha die Geschichte, obwohl nur wenige Bruchstücke davon der Wahrheit entsprechen …
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„Michael“
Der junge Michael Jackson (Juliano Krue Valdi) wird als achtes von zehn Kindern unter der strengen Führung seines Vaters Joe (Colman Domingo) früh für eine Musikkarriere gedrillt wird. Mit der Familienband Jackson Five
feiert er erste Erfolge, im Alter von 13 Jahren startet er bereits die Solokarriere. Auch im Erwachsenenalter (Jaafar Jackson) ist sein Leben von der Musik dominiert. Ende der 1970er-Jahre lernt er bei Filmarbeiten Diana Ross (Kat Graham) und den Produzenten Quincy Jones (Kendrick Sampson) kennen, was seine musikalische Ausrichtung grundlegend verändert. Das von Jones produzierte Album „Off the Wall“ (1979) wird ein großer Erfolg, der
1982 durch die bahnbrechende und meistverkaufte Platte „Thriller“ noch übertroffen wird. Parallel zu diesem Aufstieg kommt es zum Bruch mit seinem Vater Joe, den Jackson als Manager entlässt und durch den Anwalt John Branca (Miles Teller) ersetzt …
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„Extrawurst“
In einem Tennisclub irgendwo in der deutschen Provinz wird das Sommerfest geplant, und unter Heriberts (Hape Kerkeling) strenger Leitung stehen die Vorbereitungen im Mittelpunkt. Als vorgeschlagen wird, für Erol (Fahri
Yardım), das einzige muslimische Clubmitglied, einen separaten Grill zu organisieren, brechen unerwartete Spannungen auf. Was als scheinbar harmlose Diskussion beginnt, weitet sich schnell zu einer Debatte über
gesellschaftliche und persönliche Konflikte aus. Während die Gemüter immer höher kochen, steht der Verein schließlich kurz vor dem Zerfall …
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