Schleswig-Holstein (pm). In Schleswig-Holstein ist die Stromversorgung sicher: Im Netzgebiet von SH Netz war ein Haushalt im Jahr 2024 im Durchschnitt nur rund 6,9 Minuten ohne Strom. Dennoch lassen sich langanhaltende Stromausfälle – beispielsweise aufgrund von Sabotage – nie vollständig ausschließen. Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) bietet deshalb ab sofort allen Kommunen im Land kostenfrei an, ein Konzept für eine, durch Erneuerbare Energien unterstützte, Notstromversorgung für jeweils eine ihrer Liegenschaften (Notfallinfopunkt) zu entwickeln.
Der Startschuss zu dieser Aktion erfolgte bereits in der Gemeinde Quarnstedt im Kreis Steinburg: Das dortige Dörpshus soll in Krisensituationen als Notfallinfopunkt dienen. Mithilfe von SH Netz wurde ein Notstromversorgungssystem geplant. Durch das bereits vorhandene Notstromaggregat, die Ergänzung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach mit circa 35 kWp und einer 67 kW/h starken Batterie kann die Notstromversorgung über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten bleiben. Zudem soll eine bidirektionale Wallbox installiert werden, so dass bei Bedarf E-Fahrzeuge als zusätzliche Speicher, bzw. überschüssiger Strom für Mobilität genutzt werden kann. Im Normalbetrieb wird der erzeugte Grünstrom für die Versorgung des Gebäudes sowie den Betrieb der Pumpen im Freibad der Gemeinde genutzt.
Eine Erstellung eines solchen Konzeptes bietet SH Netz einmalig allen Kommunen in Schleswig-Holstein an und hat diese per Anschreiben informiert. „Das Konzept wird jeweils auf die individuellen Bedürfnisse der Kommunen zugeschnitten“, sagt Dr. Jan Pommerehn, Leiter des Kommunalmanagements bei SH Netz. Im Anschluss können die Kommunen auf Basis des Konzeptes eine Ausschreibung vornehmen.










