Schwarzenbek (pm). Die Bahnhöfe auf schleswig-holsteinischem Gebiet entlang der Strecke Hamburg-Berlin präsentieren sich in neuem Gewand. Im Rahmen der sogenannten Korridorsanierung hat die DB InfraGO die drei Stationen Schwarzenbek, Müssen und Büchen in Schleswig-Holstein modernisiert und barrierefrei umgebaut. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen gab den Bahnhof Schwarzenbek heute (8. Juli) gemeinsam mit Ute Plambeck, Bevollmächtigte der Deutschen Bahn für Hamburg und Schleswig-Holstein, und NAH.SH-Geschäftsführerin Birgit Austen symbolisch frei. „Die Stationen sind nicht nur attraktiver, sondern jetzt alle komplett barrierefrei. Das ist mir ein wichtiges Anliegen. Wir wollen, dass alle den ÖPNV so komfortabel und einfach wie möglich nutzen können“, betonte der Minister.
Neben der Barrierefreiheit, besserem Wetterschutz und moderner Ausstattung wurden auch die Bahnsteige verlängert. So können in Zukunft Nahverkehrszüge mit acht Wagen an den Bahnhöfen halten und die Sitzplatzkapazität kann auf dem schleswig-holsteinischen Teil des RE 1 zwischen Hamburg und Rostock um etwa 270 Sitzplätze pro Zug erhöht werden. „Hier wird in ein verbessertes Angebot investiert. Das ist nicht nur eine positive Nachricht für die vielen Pendlerinnen und Pendler, sondern stärkt auch die Zukunftsfähigkeit der ganzen Region“, sagte Madsen. Die verlängerten Züge sollen ab Ende 2027 fahren.
Ute Plambeck, DB Konzernbevollmächtigte: „Unser Ziel ist es, dass sich unsere Kundinnen und Kunden an unseren Bahnhöfen willkommen fühlen. Mit der umfassenden Erneuerung der Stationen entlang der Strecke Hamburg – Berlin während der Korridorsanierung, so wie hier in Schwarzenbek, haben wir gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort eine spürbare Verbesserung der Aufenthaltsqualität erreicht.“
An der Station Müssen laufen die letzten Arbeiten noch. Die Fahrstühle, die für die vollständige Barrierefreiheit notwendig sind, werden voraussichtlich im Oktober 2026 fertiggestellt – für sie ist eine Landesförderung vorgesehen. Auch in Schwarzenbek ist eine Landesförderung geplant für die Bahnsteigverlängerung, das Bahnsteigdach sowie die Modernisierung des Fußgängertunnels. Insgesamt unterstützt das Land mit rund vier Millionen Euro.
Birgit Austen, Geschäftsführerin des Nahverkehrsverbundes Schleswig-Holstein (NAH.SH) ergänzte: „Moderne Stationen sind weit mehr als Infrastruktur – sie sind das Eingangstor zum ÖPNV. Ich freue mich, dass auch die Fahrgäste des Nahverkehrs von der großen Baumaßnahme im vergangenen dreiviertel Jahr profitieren und nun attraktive, zeitgemäße Bahnhöfe nutzen können, an denen bald längere Züge halten.“
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