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Titel Wirtschaft Aus der Region

Vier Länder bekennen sich zur Innovationsagentur

Absichtserklärung ebnet Weg für neue länderübergreifende Agentur

von Pressemitteilung
Juni 23, 2026
Moderne Technik schenkt neue Hoffnung

Image by Gerd Altmann from Pixabay

Ludwigslust (pm). Im Rahmen der diesjährigen Ludwigsluster Gespräche haben die Regierungsvertretungen der vier Trägerländer der Metropolregion Hamburg – Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern – in einem „Letter of Intent“ ihre Absicht erklärt, eine gemeinsame Innovationsagentur zu gründen. Dies wäre die erste Einrichtung, die Innovationen gezielt länderübergreifend unterstützt – ein Alleinstellungsmerkmal, das sie von bestehenden Strukturen abhebt.

Dazu äußerten sich die vier Regierungsvertretungen im frisch renovierten Goldenen Saal des Schlosses Ludwigslust wie folgt:

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „In der Metropolregion Hamburg arbeiten Länder und Kommunen, Wirtschaftsverbände, Kammern und Gewerkschaften eng zusammen. Heute gehen wir gemeinsam den nächsten Schritt. Wir stellen die Weichen für die Gründung einer Innovationsagentur. Das Ziel ist klar: Wir wollen mehr länderübergreifende Innovationsprojekte in der Metropolregion Hamburg. Davon versprechen wir in Mecklenburg-Vorpommern uns eine größere Sichtbarkeit und weitere Stärkung der Innovationskraft, die wir schon im Land haben. Gleichzeitig erhoffen wir uns Unterstützung gerade für unsere kleineren und mittleren Unternehmen, zum Beispiel bei überregionalen und internationalen Projekten.“

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg:„Die Metropolregion Hamburg ist ein gemeinsamer Wirtschafts- und Lebensraum für 5 Millionen Menschen in vier Bundesländern. Zur Stärkung unserer Wirtschaft müssen Innovationen auch über Ländergrenzen hinweg gefördert und für die Modernisierung der Unternehmen genutzt werden. Mit der Innovationsagentur bauen wir eine Brücke zwischen den Innovationszentren in den beteiligten norddeutschen Ländern, um neue Ideen zu entwickeln und innovative Kräfte zu bündeln. Die Wirtschaft braucht dafür eine Politik, die fördert und vernetzt, damit der Norden im Wettbewerb der Regionen weiter vorankommt. Durch die gute Zusammenarbeit der Landesregierungen ist der Norden in vielen Bereichen wie der Energiewirtschaft, der Logistik und den Klimaschutztechnologien bereits führend in Deutschland und eine Modellregion für die Europäische Union. Die gemeinsame Innovationsagentur soll dies jetzt auch in der Innovationsförderung erreichen. Ich danke den daran Beteiligten sehr herzlich für Ihre Arbeit und wünsche der Innovationsagentur viel Erfolg.“

Melanie Walter, Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung des Landes Niedersachsen: „Kooperation ist der Schlüssel zu Innovation und Wertschöpfung – gemeinsam verankern wir die Metropolregion Hamburg europaweit und international als Innovationsstandort. Das schafft Arbeitsplätze und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Mit der Innovationsagentur verbinden wir den Nordosten Niedersachsens mit Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und schlagen die Brücke zu weiteren Innovationsclustern in unserem Bundesland. Das ist eine echte Chance für gelebte Kooperation im Herzen Europas.“

Julia Carstens, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus Schleswig-Holstein:

„Die Innovationsagentur vereint erstmals eine strategisch länderübergreifende Projektentwicklung in einer gemeinsamen Einrichtung. Auf diese Weise wird es gelingen, Potenziale systematisch zu heben und Fördermittel wirksam in den Norden zu lenken. Hierbei geht es unter anderem um starke Zukunftsbranchen aus den Bereichen Dual Use, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Machen wir uns also gemeinsam auf den Weg.“

Die Aufgaben

Die Innovationsagentur soll als regionsübergreifende Dienstleisterin für Wirtschaft, Wissenschaft und weitere Akteure agieren und eng mit bestehenden Einrichtungen kooperieren, um deren Angebote um bisher fehlende grenzübergreifende Komponenten zu ergänzen.

Konkret soll die Innovationsagentur neue Ideen vorantreiben, Innovationsprojekte starten und begleiten. Sie soll den Zugang zu Fachleuten und Technologien erleichtern, bei der Suche nach Partnerinnen und Partnern helfen und die Beantragung von Fördermitteln unterstützen. Dazu gehört auch die Organisation von Austauschformaten für regionsweiten Wissenstransfer. Einrichtungen wie Wirtschaftsförderungen, Kammern oder Gründerzentren, die Unternehmen und Wissenschaft in ihrer Region begleiten, sollen so unterstützt werden. Die Agentur wird helfen, gezielter zusammenzuarbeiten und Angebote zu verbessern. Sie ermöglicht mehr Transparenz, indem sie Informationen zentral bereitstellt.

Die Ziele

Ziel ist es, die Metropolregion Hamburg als innovativen, attraktiven und wettbewerbsfähigen Standort zu stärken und international sichtbarer zu machen. Dazu liegt in einer intensiveren länderübergreifenden Zusammenarbeit noch viel Potenzial. Besonders kleine und mittlere Unternehmen stehen oft vor Hürden, wenn es um die überregionale Beteiligung an Forschungs- und Entwicklungsprojekten oder die Nutzung von Fördergeldern geht. Die Innovationsagentur soll diese Lücken schließen: Sie bringt Akteure aus allen vier Bundesländern auf Augenhöhe zusammen, erleichtert den Zugang zu Fachwissen und Technologie und sorgt dafür, dass Fördermittel aus Berlin und Brüssel regionsübergreifend in die Region fließen.

Hintergrund und Ausblick

Die Pläne gehen zurück auf einen Vorschlag der OECD. Diese hatte 2019 empfohlen, eine gemeinsame Innovationsagentur zur gründen, um die regionsweite Innovationsdynamik zu erhöhen. Die Idee dahinter ist, dass die Region zwar viele Stärken hat, aber oft nicht den gesamten Wirtschaftsraum im Blick hat, um gemeinsam an Innovationen zu arbeiten. Der nun den Ländern zur Befassung vorliegende Konzeptentwurf ist das Ergebnis einer intensiven, länderübergreifenden Zusammenarbeit.  In ihr wurden zentrale Fragen zu Leistungsportfolio, Rechtsform, Struktur und Finanzierung geklärt. Die Gründung ist zum 1. Januar 2027 geplant.

Tags: Metroprolregion Hamburg

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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