Herzogtum Lauenburg (pm). Die FDP Schleswig-Holstein hat am vergangenen Wochenende in Neumünster ihre Landesliste für die Landtagswahl 2027 aufgestellt. Christopher Vogt, Direktkandidat im Wahlkreis 34 Lauenburg-Nord, wurde mit über 94 Prozent erstmals zum Spitzenkandidaten der Nord-FDP gewählt. Emilia Krause, Direktkandidatin im Wahlkreis 35 Lauenburg-Süd, setzte sich bei zwei Gegenkandidaten sehr souverän mit 83 Prozent auf Listenplatz 9 durch. Mit Vogt auf Platz eins und Krause auf Platz neun ist die lauenburgische FDP so stark wie noch auf der Landesliste der Freien Demokraten vertreten.
Christopher Vogt ist seit 2009 Mitglied des Landtages, seit 2017 FDP-Fraktionsvorsitzender und seit 2024 Landesvorsitzender der Nord-FDP. Der aus Nusse stammende Spitzenkandidat steht für eine Politik, die wirtschaftliche Stärke, moderne Infrastruktur und ein neues Aufstiegsversprechen in den Mittelpunkt stellt.
Zur Wahl als Spitzenkandidat erklärt Christopher Vogt: „Ich freue mich sehr, als Spitzenkandidat der FDP Schleswig-Holstein in den anstehenden Landtagswahlkampf zu ziehen und bedanke mich für das große Vertrauen unseres Landesverbands. Schleswig-Holstein ist unsere Heimat und ein großartiges Land mit viel Potenzial, das wir endlich wieder besser abrufen müssen. Die FDP Schleswig-Holstein macht ein liberales Angebot für alle, die unser Land im Mittelstand und im Ehrenamt tragen, die sich hier mit einer guten Ausbildung etwas aufbauen oder in Würde altern wollen. Wir kämpfen für eine starke Wirtschaft mit guten Arbeitsplätzen, beste Bildung, einen starken Rechtsstaat und eine Erneuerung des Aufstiegsversprechens. Wir wollen unser Wahlergebnis verbessern und wollen wir mitgestalten, denn dieses Land hat Besseres verdient als die schwache Bilanz der schwarz-grünen Landesregierung.“
Emilia Krause wurde 2002 in Geesthacht geboren und ist in Grabau aufgewachsen. Sie wird Anfang 2027 ihr erstes juristisches Staatsexamen abschließen und hat im vergangenen Jahr ihren Bachelor of Laws im Steuerrecht erfolgreich bestanden. Sie ist in einer Rechtsanwaltskanzlei mit den Schwerpunkten Agrar- und Jagdrecht tätig. Inhaltlich will Krause vor allem den ländlichen Raum stärken. Dazu gehören für sie eine wettbewerbsfähige regionale Landwirtschaft ohne unnötige Bürokratie, leistungsfähige Infrastruktur, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, bezahlbarer Wohnraum, starke Kommunen, ein lebendiges Ehrenamt und eine verantwortungsvolle Jagd.
Emilia Krause erklärt zu ihrer Wahl: „Ich freue mich sehr über die große Zustimmung und das Vertrauen, das mir die Delegierten mit meiner Wahl auf Listenplatz 9 ausgesprochen haben. Ich bin bereit, im Landtagswahlkampf Verantwortung für den ländlichen Raum, das Hamburger Umland und die junge Generation zu übernehmen. Gerade in Zeiten neuer Krisen und Unsicherheiten braucht es eine starke liberale Stimme aus der Mitte unserer Gesellschaft.“ Krause betont, dass Politik wieder stärker Chancen eröffnen müsse: „Wer den ländlichen Raum stärken will, muss die Menschen stärken, die dort wirtschaften, arbeiten und Verantwortung übernehmen. Landwirte brauchen keine ideologischen Belehrungen, sondern verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und Wertschätzung für ihre Arbeit. Politik muss Chancen eröffnen, statt Möglichkeiten einzuschränken. Sie muss Vertrauen schaffen, statt Misstrauen zu säen.“
Am Sonntag folgte in Neumünster der Landesparteitag der FDP Schleswig-Holstein. Dort wurden erste inhaltliche Weichen für den Landtagswahlkampf gestellt. Neben der Rede des neuen Bundesvorsitzenden Wolfgang Kubicki beschloss der Landesparteitag unter anderem einen Leitantrag mit fünf Freiheitsprojekten für Schleswig-Holsteins Zukunft. Auch der FDP-Kreisverband Herzogtum Lauenburg brachte sich inhaltlich ein. Ein aus dem Kreisverband stammender Antrag zur Stärkung der Meinungsfreiheit wurde erfolgreich beschlossen. Darin bekräftigt die FDP Schleswig-Holstein die Meinungsfreiheit als konstituierendes Grundrecht im Sinne des Artikels 5 des Grundgesetzes. Zugleich stellt der Antrag klar, dass Meinungsfreiheit dort endet, wo das Strafrecht greift. Die Freien Demokraten sprechen sich in dem Antrag unter anderem gegen eine staatliche Finanzierung privater Meldestellen aus und fordern die sofortige Abschaffung des Paragrafen 188 Strafgesetzbuch.











