Mölln (pm). Der Möllner Herbstmarkt gehört seit Generationen zum festen Bestandteil des Stadtlebens. Seine lange Geschichte lässt sich sogar belegen: Die erste Erwähnung des „Möllnschen Marktes“ findet sich in einem Schriftstück aus dem Jahr 1561 im Möllner Stadtarchiv. Darin fordert die Stadt Lübeck die Möllner auf, während der Markttage die Stadttore früher zu schließen und durch besonders tüchtige Bürger bewachen zu lassen. Dieses fast 465 Jahre alte Dokument zeigt eindrucksvoll, wie tief die Tradition des Jahrmarktes in der Geschichte Möllns verwurzelt ist.
Aus Anlass dieser langen Geschichte plant das Museum im Historischen Rathaus im Herbst eine Sonderausstellung zum Möllner Herbstmarkt. Dabei soll es nicht nur um historische Fakten gehen, sondern vor allem um die persönlichen Erinnerungen der Menschen, die den Markt über Jahrzehnte hinweg erlebt und geprägt haben.

„Dafür sind wir natürlich auf die Mithilfe aller Möllnerinnen und Möllner angewiesen“, sagt Museumsleiterin Verena Pohl. Gesucht werden Erinnerungsstücke aller Art: der riesige Plüschbär von der Losbude, die Plastikrose aus der Schießhalle, alte Gewinnmarken, nie eingelöste Karussell-Chips, Eintrittskarten oder besondere Fundstücke aus vergangenen Jahrzehnten. Vielleicht liegt irgendwo auf dem Dachboden noch ein Souvenir, das seit Jahren unbeachtet in einer Kiste schlummert.
Besonders spannend sind die Geschichten hinter den Gegenständen. Wer hat seine große Liebe am Autoscooter kennengelernt? Wer fährt seit Jahrzehnten jedes Jahr als Erstes mit dem Musikexpress oder dem Twister? Wer erinnert sich an durchtanzte Nächte in den großen Sälen oder an den Herbstmarktbesuch, über den heute noch in der Familie erzählt wird?
Auch alte Fotografien, Tagebucheinträge, Zeitungsausschnitte oder andere Erinnerungsstücke sind willkommen. Manchmal genügt schon ein vergilbtes Foto oder ein kleiner Gegenstand, um eine Geschichte wieder lebendig werden zu lassen und ein Stück Möllner Stadtgeschichte zu erzählen.
Alle zur Verfügung gestellten Objekte werden selbstverständlich als Leihgaben sicher verwahrt und nach Ende der Ausstellung zurückgegeben. Wer etwas zur Ausstellung beitragen möchte, kann sich bis zum 31. Juli 2026 bei Museumsleiterin Verena Pohl unter der Telefonnummer 04542 97651-41 oder per E-Mail an museumsleitung@museum-moelln.de melden. Das Museum freut sich auf viele spannende Erinnerungen, außergewöhnliche Fundstücke und die Geschichten, die den Möllner Herbstmarkt seit Generationen zu etwas Besonderem machen.











