Mölln (pm). Die Integrierte Station Lauenburgische Landschaften hat eine neue Projektstelle geschaffen, um die Umsetzung der landeseigenen Biodiversitätsstrategie „Kurs Natur 2030″ voranzutreiben. Seit Anfang Mai verstärkt die freiberuflich tätige Diplom-Biologin Anke Schwerdtfeger das Team und wird die naturschutzfachliche Planung für den Kernaktionsraum 20 südlich von Mölln übernehmen.

Schlüsselräume für ökologische Vielfalt
Das Land Schleswig-Holstein hat bisher 23 sogenannte Kernaktionsräume ausgewiesen. Es handelt sich dabei um Landschaftsausschnitte, die sich als prioritäre Umsetzungsräume zum Aufbau eines Biotopverbundsystems besonders eignen. Ziel ist die Verbesserung und Weiterentwicklung der Grün-Blauen-Infrastruktur in Schleswig-Holstein. Es soll ein Netzwerk aus Grünflächen wie Wäldern und Mooren sowie Fließgewässern und Seen geschaffen werden, das Lebensräume für Tiere und Pflanzen miteinander verbindet.
Das hierfür erarbeitete Planungskonzept dient als Modell und wird sich dabei nicht auf die Region Mölln beschränken: Das systematisch entwickelte Konzept wird auf alle Kernaktionsräume im Land anwendbar sein.
Regionale Zusammenarbeit im Fokus
Bei der Planung von Handlungserfordernissen zur Lebensraumaufwertung wird es einen engen Austausch mit ortsansässigen Akteuren, Behörden und Flächeneigentümern geben. Ein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Synergiepotentialen aus den Bereichen Klima-, Gewässer-, Grundwasser- und Bodenschutz.
Hintergrund
Die Integrierte Station Lauenburgische Landschaften ist eine Einrichtung des Landesamtes für Umwelt Schleswig-Holstein (LfU) und trägt zur Umsetzung von Naturschutzzielen in der Region bei. Die Station verknüpft die unterschiedlichen Anforderungen von Naturschutz-, Forst-, Wasser- und Landwirtschaft, Regionalentwicklung, sanftem Tourismus, wissenschaftlichen Untersuchungen und Öffentlichkeitsarbeit und führt die verschiedenen Interessengruppen zusammen.
Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen der Umsetzung der Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein – Kurs Natur 2030.

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Naturschutz in Action: Neue Stelle für mehr Artenvielfalt bei Mölln
Seit Mai gibt es eine neue Projektstelle, die dabei hilft, die Naturschutz-Strategie „Kurs Natur 2030“ von Schleswig-Holstein umzusetzen. Die Biologin Anke Schwerdtfeger plant konkret Maßnahmen für den Kernaktionsraum 20 – ein wichtiges Gebiet südlich von Mölln.
Warum ist das Gebiet besonders?
Schleswig-Holstein hat 23 solche Kernaktionsräume ausgewiesen. Hier soll ein Netz aus Wäldern, Mooren, Flüssen und Seen entstehen, das Tieren und Pflanzen als Lebensraum dient und sie miteinander verbindet. Das Ziel: Die Natur in der Region schützen, verbessern und vernetzen.
Das hier entwickelte Planungskonzept soll später als Vorlage für alle Kernaktionsräume im Land dienen.
Zusammenarbeit vor Ort
Bei der Planung arbeiten die Verantwortlichen eng mit Anwohnern, Behörden und Grundbesitzern zusammen. Besonders wichtig sind dabei gemeinsame Lösungen, die gleichzeitig dem Klima-, Gewässer-, Grundwasser- und Bodenschutz nutzen.
Wer steckt dahinter?
Die Integrierte Station Lauenburgische Landschaften (eine Einrichtung des Landesamtes für Umwelt) setzt das Projekt um. Sie verbindet Naturschutz mit Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus und Forschung – und bringt alle Beteiligten an einen Tisch.
Gefördert wird das Projekt vom Umweltministerium Schleswig-Holstein im Rahmen der Strategie „Kurs Natur 2030“.
Weitere Informationen
- Kurs Natur 2030: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/themen/umwelt-naturschutz/biodiversitaetsstrategie
- Integrierte Station Lauenburgische Landschaften: https://www.schleswig-holstein.de/DE/fachinhalte/N/naturschutz/lauenburgischeLandschaften
- Integrierte Stationen: https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/LFU/service/integrierte-stationen










