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Titel Gesundheit

Frauen sind keine kleinen Männer

Warum Medizin Frauen stärker mitdenken muss

von Pressemitteilung
Mai 28, 2026
Frauen sind keine kleinen Männer

Dr. Nina Bock, Chefärztin der Gynäkologie und Leiterin des Endometriosezentrums im AMEOS Reha Klinikum Ratzeburg. Foto: AMEOS,hfr

Ratzeburg(pm). Anlässlich des Internationalen Aktionstages für Frauengesundheit am 28. Mai macht das AMEOS Reha Klinikum Ratzeburg auf die Bedeutung von Prävention, Aufklärung und einer geschlechtersensiblen medizinischen Versorgung aufmerksam. Ziel ist es, das Bewusstsein für frauenspezifische Gesundheitsthemen zu stärken und Frauen darin zu unterstützen, ihre Gesundheit aktiv und selbstbestimmt in den Blick zu nehmen.

„Viele Frauen tragen im Alltag große Verantwortung für Familie, Beruf oder Angehörige. Die eigene Gesundheit gerät dabei nicht selten in den Hintergrund“, sagt Dr. Nina Bock, Chefärztin der Gynäkologie und Leiterin des Endometriosezentrums im AMEOS Reha Klinikum Ratzeburg. „Umso wichtiger ist es, Beschwerden ernst zu nehmen, Vorsorgeangebote wahrzunehmen und dem eigenen Körper Aufmerksamkeit zu schenken.“ Frauengesundheit umfasst weit mehr als gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen. Hormonelle Veränderungen, Schwangerschaft und Geburt, psychische Gesundheit, Wechseljahre oder Erkrankungen wie Endometriose und Brustkrebs begleiten Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen und erfordern eine Medizin, die geschlechtsspezifische Unterschiede konsequent berücksichtigt.

Die geschlechtersensible Medizin gewinnt deshalb zunehmend an Bedeutung. Sie berücksichtigt, dass Frauen und Männer Erkrankungen unterschiedlich erleben, Symptome anders wahrnehmen oder Therapien unterschiedlich wirken können. Gleichzeitig zeigt die medizinische Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte, dass weibliche Unterschiede in Forschung und klinischen Studien lange nicht ausreichend berücksichtigt wurden. „Frauen sind keine kleinen Männer“, betont Dr. Bock. „Die Medizin orientierte sich über viele Jahre stärker an männlichen Normdaten und Studienpopulationen. Medizinische Forschung, klinische Studien und daraus entwickelte Behandlungsstandards haben weibliche Unterschiede lange nicht ausreichend berücksichtigt. Dadurch werden Erkrankungen bei Frauen teilweise später erkannt oder Beschwerden anders eingeordnet. Frauengesundheit muss konsequent aus weiblicher Perspektive mitgedacht werden.“

Auch die zunehmende Informationsflut stellt viele Frauen vor Herausforderungen. Zwischen sozialen Medien, Gesundheitsplattformen und digitalen Ratgebern fällt es häufig schwer, verlässliche Informationen von Halbwissen zu unterscheiden. „Viele Frauen wünschen sich klare und fundierte Antworten auf gesundheitliche Fragen“, erklärt Dr. Bock. „Zwischen gut gemeinten Tipps und gefährlichen Mythen braucht es verlässliche medizinische Informationen und eine vertrauensvolle Begleitung.“

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, ausreichend Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, erholsamer Schlaf und das bewusste Wahrnehmen körperlicher Veränderungen seien wichtige Bausteine für die Gesundheit, in jeder Lebensphase. Auch Beschwerden in den Wechseljahren müssten nicht einfach hingenommen werden, sondern verdienten Aufmerksamkeit und eine individuelle Begleitung. „Frauengesundheit verdient Aufmerksamkeit, Zeit und die bestmögliche medizinische Begleitung“, sagt Dr. Bock.

Der Internationale Aktionstag für Frauengesundheit erinnert daran, dass moderne Medizin die Bedürfnisse von Frauen konsequent mitdenken muss – wissenschaftlich fundiert, individuell und auf Augenhöhe.

Tags: AMEOS Reha KlinikumGesundheitstipps

Pressemitteilung

Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.

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