Herzogtum Lauenburg (pm). Aus Anlass des aktuellen Anschlags auf das Berliner Stromnetz erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Nina Scheer, Energiepolitische Sprecherin ihrer Fraktion:
„Der Anschlag auf das Stromnetz zeigt die wachsende zivilisatorische Verwundbarkeit bei Angriffen auf unsere Stromversorgung. Beim Stromnetzausbaus vorrangig die Ausbaukosten und damit „pro Freileitung“ zu kalkulieren, wenn dabei die Sicherheit unserer Stromversorgung beeinträchtigt wird, ist kein gangbarer Weg.
Neben überirdisch verschärften Nutzungskonkurrenzen verlangt der Schutz vor Anschlägen einen Vorrang von Erdverkabelung. Dies gilt erst recht angesichts prognostizierter Bedrohungslagen. In die Kostenkalkulationen für Netzinfrastruktur und die Abwägung zwischen Freileitungen und Erdverkabelungen müssen auch vermeidbare volkswirtschaftliche Folgekosten und Schäden einbezogen werden.
Mit der sich weltweit vollziehenden Digitalisierung und Elektrifizierung von immer mehr Lebensbereichen wächst auch das Risiko möglicher Anschläge auf die Strominfrastruktur. Sei es eine flächendeckende Ladeinfrastruktur, der für Wärmepumpen benötigte Strom oder auch für Wasserstoffgewinnung. Gleiches gilt etwa für Telemedizin, digitale Akten im Justizwesen und vieles mehr.
Stromausfälle, zumal über mehrere Tage, sind eine wachsende elementare Sicherheitsgefährdung und müssen bestmöglich ausgeschlossen werden. Dies spricht klar für Erdverkabelung. Die Bevölkerung kann nicht angemessen geschützt werden, wenn die Stromversorgung vermeidbar gefährdet ist.“










