Alle Schleswig-Holsteiner auf Registrierungslisten haben ein Impfangebot erhalten

394
Dieser Artikel wird Ihnen präsentiert von

Kiel (pm). Die Impfkampagne in Schleswig-Holstein (SH) läuft auf Hochtouren. Bislang (Stand 19.07.) haben sich 63,5 Prozent der Gesamtbevölkerung in SH (1.844.376 Menschen) mindestens einmal und 48,7 Prozent der Gesamtbevölkerung in SH (1.413.546 Menschen) vollständig impfen lassen.

Damit liegt Schleswig-Holstein im bundesdeutschen Vergleich weiterhin in der Spitzengruppe. Bei den durch das RKI und das Bundesgesundheitsministerium ausgewiesenen Impfquoten handelt es sich um die Quote der Geimpften im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung (Schleswig-Holstein: 2,9 Millionen Menschen). Da allerdings nicht jeder Mensch auch impffähig ist, liegt die reelle Impfquote in Schleswig-Holstein laut Schätzungen des Gesundheitsministeriums bei den mindestens einmal Geimpften bereits bei über 70% der impffähigen Bevölkerung (allein rund 300.000 Menschen sind unter zwölf Jahre alt – für diese Gruppe gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff in der Europäischen Union.)

Rechnerisch müssten demzufolge in Schleswig-Holstein zur Erreichung der Ziele des RKI[1] noch zirka 500.000 Menschen vollständig geimpft werden, dazu kommen noch zirka 490.000 Menschen die eine Zweitimpfung benötigen. Die Impfzentren und der niedergelassene Bereich sind zurzeit in der Lage zirka 170.000 Impfungen in der Woche durchzuführen.

Impfzentren

Die Registrierungslisten für die 28 Impfzentren in Schleswig-Holstein waren mit Stand Freitagnachmittag (14.07.), nahezu komplett abgearbeitet. Jeder Schleswig-Holsteiner und jede Schleswig-Holsteinerin, die sich für einen Impftermin in einem der Impfzentren registriert hatten, haben bereits ihre Erstimpfung erhalten oder nun einen Termin zugewiesen bekommen. Über die Terminregistrierung wurden insgesamt über 240.000 Termine vergeben. Bislang wurden allein in den Impfzentren insgesamt 1.530.004 Impfungen vorgenommen (Stand inkl. 18.07.).

Aus diesem Grund werden die 28 Impfzentren nun deutlich vermehrt offene Impfaktionen für alle vorhandenen Impfstoffe anbieten. Diese werden vor Ort individuell nach Auslastungslage angeboten und kommuniziert. Ebenso werden auch weiterhin offene Impfaktionen durch mobile Teams im Land stattfinden.

Ebenfalls wird es ab Mittwoch, den 21. Juli in einem Großteil der Impfzentren wieder möglich sein, über das Impfportal www.impfen-sh.de direkt eigene Wunschtermine im Impfzentrum der Wahl zu buchen. (Menschen, die keine Möglichkeit der Buchung über das Internet haben, können sich alternativ weiterhin über die Impf-Hotline 0800 455 655 0 Termine buchen). Die Umstellung auf die direkte Buchungsmöglichkeit wird sukzessive mit denjenigen Impfzentren beginnen, bei denen viele freie Impftermine verfügbar sind. So kann es zu Beginn über das Impfportal www.impfen-sh.de Impfzentren geben, bei denen noch eine Registrierung vorgenommen werden muss und andere, bei denen eine direkte Terminbuchung möglich ist. Bei starker Nachfrage nach Wunschterminen in einzelnen Impfzentren können diese dann auch wieder eine Registrierungsliste mit Terminzuteilung der Anmeldung vorschalten.

Digitale Impfzertifikate – Mailversand abgeschlossen

Seit dem 11.06.2021 wurden in den Impfzentren des Landes erste digitale Impfnachweise ausgegeben. Seit dem 17.06.2021 läuft die Ausgabe der Nachweise flächendeckend. In der gleichen Woche startete die Ausgabe der digitalen Nachweise in den teilnehmenden Apotheken. Damit wurde auch Bürgerinnen und Bürger, die bereits vor der Einführung des digitalen Impfnachweises in einem der schleswig-holsteinischen Impfzentren vollständig geimpft wurden, die Möglichkeit eröffnet, die Impfzertifikate digital anzufordern. Im Rahmen dieser einmaligen Aktion wurden bislang 330.000 Mails versandt und 72.000 Zertifikate angefordert.

Alternativ – und für Bürgerinnen und Bürger, die sich außerhalb eines Impfzentrums haben impfen lassen, besteht weiterhin die Möglichkeit, mit dem Impfausweis oder der entsprechenden Impfbescheinigung und der Vorlage eines Lichtbildausweises derzeit in bestimmten Apotheken nachträglich einen digitalen Nachweis ausstellen lassen. Welche Apotheken einen digitalen Impfnachweis ausstellen, können Bürgerinnen und Bürger unter www.mein-apothekenmanager.de nachlesen.

Impfungen von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren

Mit Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) vom 28. Mai 2021 wurde der Impfstoff von BioNTech/Pfizer auch für 12- bis 15-Jährige zugelassen (vormals ab 16 Jahren). Seitdem können auch Kinder und Jugendliche ab zwölf geimpft werden. Mit dem Entfallen der Priorisierung in den Impfzentren zum 14. Juni haben auch dort alle Kinder ab zwölf Jahren einen Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen COVID19. Aktuell liegt die Impfquote bei Minderjährigen bei 6,2 Prozent. Die STIKO hat angekündigt, die bisherige Empfehlung, Kinder und Jugendliche nicht regelhaft, sondern nur beim Vorliegen individueller Risikofaktoren zu impfen, in den nächsten Wochen zu überprüfen. Für den Fall, dass die STIKO auf Grundlage neuer Daten eine generelle Impf-Empfehlung für Kinder und Jugendliche aussprechen sollte, wird das Land auch größere Impfaktionen für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ermöglichen können.

Werben für die Corona-Schutzimpfung

Das Gesundheitsministerium setzt ergänzend zu der Kampagne des Bundes (#ärmelhoch) auf eine zielgruppenorientierte Ansprache und hat von Beginn an verschiedene Kanäle genutzt, um für die Schutzimpfung zu werben. Gerade bei jungen Menschen, die jetzt im Fokus stehen, setzt das Gesundheitsministerium gleichermaßen auf niedrigschwellige Impfangebote, die Ansprache durch Multiplikatoren und prominente Gesichter und die Kommunikation beispielsweise via Instagram (@sozialministerium.sh). Hierzu befinden sich derzeitig unterschiedliche Kampagnenelemente in Arbeit, die über den Sommer auf unterschiedlichen Wegen gezielt junge Menschen ansprechen sollen.

Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das Impftempo jetzt hoch zu halten – dafür werben wir in Gesprächen mit Organisationen, Verbänden und Institutionen. Zudem ist jede Bürgerin und jeder Bürger aufgerufen in den sozialen Medien, in denen er oder sie präsent ist, die Impfkampagne konstruktiv zu unterstützen und für die Impfung werben.

Aktuelle Werbemittel und Infomaterial zur Impfkampagne können hier heruntergeladen und verbreitet werden. Ebenfalls können die Vorlagen zum Selbstdruck heruntergeladen oder als Druckerzeugnis kostenlos bestellt werden (solange der Vorrat reicht): https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/VIII/_startseite/Artikel_2020/_Informationen_Impfzentren/Downloads_Impfkampagne.html

Vorheriger ArtikelFreiwillige Feuerwehr Groß Grönau hilft
Nächster ArtikelRalf der Türmer – Mölln startet mit neuer Erlebnisführung
Bei Pressemitteilungen handelt es sich nicht um eine neutrale beziehungsweise kritische Berichterstattung im klassischen journalistischen Sinne. Es sind in der Regel Texte von Parteien, Organisationen, Institutionen und Unternehmen und schildern oft nur eine Sicht der Dinge. Die Redaktion von Herzogtum direkt prüft Pressemitteilungen vor Veröffentlichung stets nach bestem Wissen und Gewissen. So werden unter anderem Superlative und nicht belegbare Behauptungen aus den Texten entfernt.