Büchen: SPD lehnt 1. Nachtragshaushalt 2021 ab

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Büchen (pm). „Um es vorwegzunehmen, bis auf die Investition von mehr als 300.000 Euro für das provisorische Jugendzentrum in der alten Bürgerstube halten wir den ersten Nachtragshaushalt 2021 für grundsolide. Er beinhaltet viele wichtige Investitionen in die Infrastruktur und damit in die Zukunft der Gemeinde Büchen. Aber er beinhaltet eben auch die Finanzmittel für das provi-sorische JUZ auf dem Bürgerplatz. Diese Entscheidung halten wir für grundlegend falsch. Das haben wir bereits mehrfach deutlich zum Ausdruck gebracht. Daher haben wir dem Haushaltsplan in der Gemeindevertretersitzung am 15.6.21 nicht zugestimmt“, so der Büchener Gemeindevertreter Thorsten Melsbach, der für die SPD im Finanzausschuss sitzt.

„Wenn man sich einmal die Argumente von ABB und CDU für das Provisorium ansieht wird deutlich, dass es eigentlich nur darum geht, ein Jugend- und Begegnungszentrum gegenüber der Schule zu verhindern. Es heißt immer, ein Jugend- und Begegnungszentrum können wir uns nicht leisten. Betrachtet man aber einmal die Investitionen, die jetzt getätigt werden müssen, zeigt sich das genaue Gegenteil. Wir investieren mindestens 300.000 Euro in die marode Bürgerstube. Dann fordern ABB und CDU den Bau einer neuen Gemeindebücherei gegenüber der Schule und der Bürgervorsteher Axel Bourjau (ABB) hat auch noch die „Sommerresidenz“ für das Jugendzentrum ins Gespräch gebracht, die ebenfalls auf dem Gelände gegenüber der Schule die fehlenden Freiflächen auf dem Bürgerplatz kompensieren sollen. Allein die drei Investitionen wären schon die halbe Miete für ein Jugend- und Begegnungszentrum gegenüber der Schule. Zumal auf der letzten Gemeindevertretersitzung die Erschließung des Geländes für den Bau einer Einfeld-Turnhalle bereits beschlossen wurde“, ergänzt Thomas Gladbach, Fraktionsvorsitzender der Büchener SPD Abschließend der SPD Ortsvereinsvorsitzende Lars Schwieger: „Unser Vorschlag, wie es besser geht, liegt bereits seit langem auf dem Tisch. Bau eines Jugend- und Begegnungszentrums mit Einfeldhalle, gern auch ergänzt um Räumlichkeiten für die Gemeindebücherei, in zwei Bauabschnitten. Einfeldhalle sofort und Jugend- und Begegnungszentrum sobald die Erweiterung der Schule abgeschlossen ist. Das Jugendzentrum wir so lange auf dem Gelände in Containern untergebracht. Sollten die alten Container nicht genutzt werden können, ist dazu die Anschaffung von Container nötig, die den heutigen Energie-Effizienzanforderungen entsprechen. Die dafür nötige Summe von 145.000 Euro steht fest und wäre bei weitem geringer und kalkulierbarer als die bauliche Wundertüte Bürgerstube. Auch wenn unser Vorschlag in der Gemeindevertretersitzung am 27.4.21 mit den Stimmen von ABB und CDU abgelehnt wurde, werden wir weiter die Finger in die Wunde legen und die finanzielle Verschwendung rund um das Provisorium anprangern. An dem Ziel einer Ju-gend- und Begegnungszentrums gegenüber der Schule halten wir weiter fest und werden uns leidenschaftlich dafür einsetzen.“