Verleihung der Freiherr-vom-Stein Verdienstnadel an Ehrenamtsträger aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg

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(v.li.) Landrat Christoph Mager, Rainer Bork, Cornelia Wagnitz, Herbert Schmidt und Kreispräsident Meinhard Füllner. Foto: hfr
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Herzogtum Lauenburg (pm). Stellvertretend für Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack verliehen Kreispräsident Meinhard Füllner und Landrat Dr. Christoph Mager am Donnerstagnachmittag, 10. Juni 2021, die Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel des Landes Schleswig-Holstein an drei Bürger, die sich in bemerkenswerter Weise um die Kommunalpolitik verdient gemacht haben. Geehrt wurden Bürgermeisterin Cornelia Wagnitz (Gemeinde Lehmrade), Bürgermeister a.D. Rainer Bork (Gemeinde Escheburg) und Bürgermeister Herbert Schmidt (Gemeinde Salem).

Die Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel wird jedes Jahr durch das Schleswig-Holsteinische Innenministerium an Menschen aus dem ganzen Land für besondere kommunalpolitische Leistungen vergeben. Um Kontakte weitestgehend zu vermeiden wurden die Verdienstnadeln in diesem Jahr durch die Kreise und kreisfreien Städte an die zu Ehrenden übergeben. „Diese Art der Verleihung ist im Vergleich zu einem gemeinsamen Termin, bei dem mehr als 30 Personen gleichzeitig geehrt werden, deutlich persönlicher und näher. Vielleicht behält das Land dieses Muster in Zukunft ja auch bei,“ bewertete Landrat Dr. Christoph Mager die den Umständen der Pandemie geschuldete Situation. Auch Kreispräsident Meinhard Füllner zeigte sich erfreut, die Verleihung in der „guten Stube“ des Kreises, dem historischen Sitzungssaal, durchführen zu können und betonte in seiner Begrüßung die große Bedeutung des kommunalen Ehrenamtes.

Laudationen:

Cornelia Wagnitz, Bürgermeisterin der Gemeinde Lehmrade

Cornelia Wagnitz. Foto: hfr

Seit über 17 Jahren ist Cornelia Wagnitz Mitglied der Gemeindevertretung Lehmrade. Mit dem Eintritt als Mandatsträgerin in die kommunale Selbstverwaltung wurde sie 2003 in das Amt der Bürgermeisterin gewählt. Dieses Amt übt sie noch heute mit großem Engagement aus. Gemeindeübergreifend war sie in den Jahren 2008 bis 2013 die zweite stellvertretende Amtsvorsteherin des Amts Breitenfelde. In dieses Amt wurde sie erneut im Jahr 2018 gewählt und hat dieses bis heute inne.

Cornelia Wagnitz ist sehr stolz auf ihr Dorf und die dort wohnenden Bürger. Das Vereinsleben wird von ihr stark unterstützt. Das Wohl der Einwohner, die Natur in und um Lehmrde sowie der gute Kontakt zu den Nachbargemeinden liegen ihr sehr am Herzen. Zu ihren besonderen Verdiensten gehören die Planung und die damit verbundene Sanierung der Landesstraße 287/Ortsdurchfahrt Lehmrade sowie der Bau eines neuen Dorfgemeinschaftshauses/Kommunikationszentrums, bei der Cornelia Wagnitz die treibende Kraft gewesen ist. Im Jahr 2007 hat sich Lehmrade im Rahmen der Verwaltungsreform dem Amt Breitenfelde angeschlossen. In dieser Zeit hat sich Frau Wagnitz sehr stark für die Belange ihrer Gemeinde eingesetzt. Im Amtsausschuss ist sie schon viele Jahre eine rege Teilnehmerin, die pragmatisch sowie mit Herz und Verstand die verschiedensten Sachthemen angeht.

Herbert Schmidt, Bürgermeister der Gemeinde Salem

Herbert Schmidt. Foto: hfr

Im Jahre 1990 begann die politische Karriere von Herrn Schmidt in der kommunalen Selbstverwaltung. In dem Jahr zog er in die Gemeindevertretung der Gemeinde Salem ein. 1998 übernahm er zunächst für zwei Jahre das Amt des ersten stellvertretenden Bürgermeisters. Im Jahr 2000 wurde er dann zum Bürgermeister seiner Heimatgemeinde gewählt. Dieses Amt hat er bis heute inne. Darüber hinaus hat Herr Schmidt in seiner kommunalpolitischen Zeit in verschiedenen kommunalen Gremien als Vorsitzender oder als Mitglied mitgearbeitet. In der Zeit von 2008 bis 2013 war Herbert Schmidt Mitglied im Kreistag des Kreises Herzogtum Lauenburg.

Zu den besonderen Verdiensten von Herbert Schmidt gehören der Neubau eines Dorf- und Tourismuszentrums mit einer Osteopathie-Praxis und einer Kleinstgastronomie sowie einer „Kulturscheune“ am Salemer See. Darüber hinaus war er maßgeblich an der Neuorganisation des gemeindlichen Feuerwehrwesens sowie an der Beschaffung eines Feuerwehrbootes und an Einsatzfahrzeugen für die Freiwillige Feuerwehr beteiligt. Er war der Mitinitiator des inzwischen etablierten Gesprächskreises „Salemer Dialog“, an dem viele Menschen aus der Region und des öffentlichen Lebens zu jeweils gesamtgesellschaftlich aktuellen Themen mitwirken. Außerdem hat Herbert Schmidt sich für den Ausbau und der damit verbundenen Attraktivitätssteigerung der Badestelle am Salemer Seeufer eingesetzt.

Rainer Bork, Bürgermeister (bis 30.06.2020) der Gemeinde Escheburg

Rainer Bork. Foto: hfr

Rainer Bork war mit kurzen beruflich bedingten Unterbrechungen seit dem Jahr 1974 insgesamt 35 Jahre Mitglied der Gemeindevertretung Escheburg. In dieser Zeit war er 23 Jahre Bürgermeister seiner Heimatgemeinde. In seiner kommunalpolitischen Karriere war er darüber hinaus von 1989 bis 1990 der erste stellvertretende Amtsvorsteher des Amts Hohe Elbgeest und hat in diversen Ausschüssen als Vorsitzender oder Mitglied mitgearbeitet. Im Juni 2020 beendete Rainer Bork seine kommunalpolitische Karriere auf eigenen Wunsch.

Seine Aufgabenwahrnehmung als Bürgermeiste war geprägt von einer sehr selbständigen und tatkräftigen Arbeitsweise. Seine Vorhaben wusste er vehement zu verteidigen. In seiner Amtszeit sind das aktuelle Gemeindehaus, die Schule, die Kita Strolche, der Kunstrasen, die Kita Kleeblatt, viele Neubaugebiete nördlich des Gemeindehauses und der Golfplatz entstanden. Damit nicht gnug, immer wenn es um das Ehrenamt und dessen Förderung ging, war er eine treibende Kraft, dieses zu stärken. Dazu gehörten die Gründung des Vereins „Escheburger „, ein von Eltern geführter Kindergarten oder der förderverein der Escheburge Feuerwehr, dessen Vorsitzender er viele Jahr war. Auch die Ehrung „Eschebürger“, auf der jedes jahr verdiente Escheburger in einer Feierstunde für ihre Verdienste geehrt werden, sowie der Neubau des Feuerwehrgerätehauses und des jetzigen Gemeindezentrums sind auf seine tatkräftige Initiative und Unterstützung zurückzuführen.