April, April: Linke fordern Umbenennung des Kreises

LINKE: Fesseln des Feudalismus endlich abstreifen.

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Vorschlag für das künftige Kreis-Wappen mit einer stilisierten Bombe mit einem blauen Querstrich (Kanal) und auf der einen Seite einem Sonnenschirm und auf der anderen einem kränkelnden Baum

Herzogtum Lauenburg (pm). Während andere Kreise nach zentralen Orten oder geografischen Einheiten benannt sind, ist man im Lauenburgischen zumindest sprachlich noch in den feudalen Strukturen einer längst überwunden geglaubten Epoche der Unterdrückung stecken geblieben. Das meldet die Linkspartei am heutigen ersten April. Der Kreis Herzogtum Lauenburg nehme damit eine Sonderstellung ein. Dies soll sich nach Ansicht der Linksfraktion jedoch bald ändern.

„Das ‚Herzogtum‘, als Symbol der Herrschaft einer adeligen Kaste, gehört auf den Müllhaufen der Geschichte“, erläutert Volker Hutfils, Erneuerungspolitischer Sprecher der Kreistagsfraktion der Linken die Position seiner Partei. Hutfils: „Diese Fesseln des Feudalismus müssen wir endlich abstreifen. Hier im Kreis leben emanzipierte Menschen, die keines Herrschers Magd oder Knecht sein wollen. Dies muss endlich auch sprachlich in der Kreisbezeichnung verwirklicht werden. Auch die Ortsbezeichnungen, die häufig auf ‚-burg‘ enden, sind ein Symbol der Repression. Wir schlagen deshalb eine Umbenennung in ‚Kreis freier und gleicher Bürgerinnen* und Bürger zwischen Ratzestadt und Lauendorf‘ oder kurz: ‚Kreis fugB*uBzRu Lauendorf‘ vor.“

Neben dieser sprachlichen Korrektur fordert die Linke auch eine Überarbeitung des Kreis-Wappens. Hutfils: „Ross und Krone sind ebenfalls Symbole der Unterdrückung und nicht mehr zeitgemäß. Unsere Region steht für die Einheit von Tradition und Moderne sowie gesellschaftliche Widersprüche. Hier sei zum Beispiel Alfred Nobel genannt, der mit der Dynamit-Produktion in Geesthacht und mit dem von ihm gestifteten Friedenspreis gegensätzlicher kaum sein könnte. Dazu haben wir den Kanal, der mit seinen historischen Schleusen Teil einer modernen Infrastruktur sein möchte und so sowohl ein zeitliches als auch ein geografisches Symbol des Verbindenden zwischen Altertum und Neuzeit sowie der Ostsee und der Elbregion darstellt. Weitere kennzeichnende Elemente sind der Tourismus und unsere vom Klimawandel bedrohten Wälder.“ Gemäß einem Vorschlag der Linksfraktion sollen diese Elemente ein modernes, zeitgemäßes Wappen des Kreises bilden. Nach einem ersten Entwurf soll das künftige Wappen aus einer stilisierten Bombe mit einem blauen Querstrich (Kanal) und auf der einen Seite einem Sonnenschirm und auf der anderen einem kränkelnden Baum bestehen. „Das ist nur ein Vorschlag. Das neue Kreiswappen soll in einem partizipativen Prozess unter Einbindung der Bevölkerung entstehen. Ab dem 1. April werden wir auf unserer Homepage eine Petition freischalten, mit der alle Einwohner*innen unsere Forderung nach einer Umbenennung des Kreises unterstützen können. Dort können dann auch weitere Vorschläge für die Ausgestaltung des Wappens gemacht werden“, erläutert Hutfils das weitere Vorgehen. Hutfils: „Bis zum 1. April 2022 sollte der Umgestaltungsprozess dann hoffentlich abgeschlossen sein.“

Liebe Leser, wie Sie sich sicher schon gedacht hatten, handelt es sich bei dieser Pressemitteilung selbstverständlich um einen Aprilscherz.