Arbeitslosigkeit sinkt im März – Erste leichte Erholung zum Frühjahrsbeginn

· 6.043 arbeitslose Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg – 78 weniger als im Februar · Arbeitslosenquote 5,7 Prozent – minus 0,1 Prozentpunkt zum Vormonat · Stellenmeldungen nehmen zu

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Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe
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Herzogtum Lauenburg (pm). Im März hat die Zahl arbeitsloser Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg abgenommen und beträgt jetzt 6.043. Dies sind 78 weniger als im Februar. In der Folge ist die Arbeitslosenquote gegenüber Februar um 0,1 Prozentpunkt auf jetzt 5,7 Prozent gesunken. Vor einem Jahr waren im März 5.127 Menschen und damit 916 weniger arbeitslos. Die Quote lag seinerzeit bei 4,9 Prozent.

„Nachdem die Arbeitslosigkeit in den vergangenen drei Monaten saison- und witterungsbedingt gestiegen war, zeigt sich im März eine erste leichte Erholung am Arbeitsmarkt im Kreis Herzogtum Lauenburg. Die Zahl der Jobsuchenden, die eine Beschäftigung aufnehmen und sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten, hat wieder deutlicher zugenommen. Dazu haben sich im abgelaufenen Monat weniger Menschen aus einer Erwerbstätigkeit neu arbeitslos gemeldet. Von der Entwicklung des Infektionsgeschehens wird es abhängen, ob der aktuelle Rückgang der Arbeitslosigkeit der Beginn einer anhaltenden Frühjahrsbelebung oder vor dem Hintergrund der verlängerten Lockdown – Beschränkungen lediglich ein kurzes positives Signal ist“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe zu den aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Kreis Herzogtum Lauenburg. “Trotz des aktuellen Rückgangs: Der Arbeitsmarkt bleibt weiterhin unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Die Arbeitslosigkeit liegt immer noch deutlich über dem Vorjahresniveau – rund 900 Menschen und damit fast 18 Prozent mehr als vor 12 Monaten sind aktuell ohne Beschäftigung.“

Sozialversicherungspflichtige Stellen

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter sind im März 298 neue sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Das sind 61 (plus 25,7 Prozent) mehr als im Vormonat und 17 (plus sechs Prozent) mehr als im März vergangenen Jahres.

Damit sind aktuell insgesamt 1.250 sozialversicherungspflichtige Stellen im Lauenburgischen zu besetzen, 54 oder 4,5 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind dies 164 Stellen weniger.

„Wir registrieren jetzt den zweiten Monat in Folge eine deutliche Zunahme bei den Stellenmeldungen. Ich freue mich, dass fast 300 neue Stellen in diesem Monat dazugekommen sind, ein neuer Höchstwert seit November 2019. Auch haben uns die Unternehmen aus dem Herzogtum im ersten Quartal dieses Jahres bereits über 700 Stellen zur Besetzung gemeldet. Ein Wert, der sogar knapp über dem Vorjahresquartal liegt. Trotz der anhaltenden Lockdown – Beschränkungen nimmt die Dynamik am Stellenmarkt wieder zu“, sagt die Agenturchefin.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung zeigt, wie viele Menschen im Kreis Herzogtum Lauenburg insgesamt auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung sind. „Im Lauenburgischen beträgt die Zahl der Unterbeschäftigten aktuell 7.677. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 7,1 Prozent und hat damit um 0,1 Prozentpunkt zum Vormonat abgenommen. Im März des Vorjahres lag sie bei 6,5 Prozent“, so Wieczorek.

Nicht als arbeitslos gezählt werden beispielsweise Teilnehmende an Weiterbildungsmaßnahmen und in Arbeitsgelegenheiten oder Arbeitsuchende, die derzeit arbeitsunfähig erkrankt sind, sowie geflüchtete Menschen, die einen Sprach- oder Integrationskurs oder eine der berufsvorbereitenden Maßnahmen der Arbeitsagentur oder des Jobcenters besuchen. Sie alle werden zusätzlich zu den arbeitslos gemeldeten Menschen in der Statistik zur Unterbeschäftigung erfasst, die die Agentur für Arbeit ebenfalls monatlich veröffentlicht.

Kurzarbeit

22 Betriebe aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg haben im März* Kurzarbeit neu angezeigt und erwarten bei 265 Beschäftigten einen Arbeitsausfall. Im Vormonat lag die Zahl noch insgesamt bei 92 Neuanzeigen für 720 Mitarbeitende, im Januar waren es 172 Anzeigen für 1.268 Beschäftigte.

„Auch wenn seit dem Jahresbeginn die Zahl neuer Anzeigen zurückgeht, bleiben zahlreiche Unternehmen und Beschäftigte von Arbeitsausfällen betroffen. Für sie bleibt die Kurzarbeit ein wichtiges Instrument, um die anhaltende Lockdown – Phase überbrücken zu können“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur.

Daten zum tatsächlichen Umfang der Kurzarbeit im Herzogtum liegen jetzt für den Monat Oktober vor. „Insgesamt 2.794 Beschäftigte in 434 Betrieben waren im Oktober von einem Arbeitsausfall betroffen. Die Zahl der Kurzarbeitenden ist damit auf gut vierzig Prozent des Jahreshöchstwertes im April gesunken, als fast 7.000 Mitarbeitende kurzgearbeitet hatten. Die Anzahl der Lauenburger Unternehmen, in denen Arbeit ausfiel, hat sich seitdem mehr als halbiert“, berichtet Wieczorek.

*bis zum 25. März 2021