‚Partnerschaft für Demokratie‘ der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen startet erfolgreich ins neue Jahr

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Geförderte Projekte der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen in 2020: Fotos: Partnerschaft für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen

Ratzeburg (pm). Mit zahlreichen demokratiestärkenden Projekten startet die „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amt Lauenburgische Seen ins neue Jahr. Auf seiner jüngsten Online-Sitzung hat der zuständige Begleitausschuss unter Vorsitz von Gesine Biller über sieben Projektanträge beraten, die von den jeweiligen Initiatoren in persönlichen Schalten vorgestellt wurden.

So warb Alina Schilling vom Verein Politik zum Anfassen e.V. für eine Neuauflage des sehr erfolgreichen Jugendbeteiligungsprojektes „PIMP YOUR TOWN“ in Ratzeburg und verwies auf die guten Ergebnisse und Bewertungen aus 2019. Bei „PIMP YOUR TOWN“ gestalten Schüler*innen über mehrere Tage ihre Kommunalpolitik und werden dabei von Kommunalpolitiker*in tatkräftig unterstützt. Martin Turowski vom Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. stellte die Fortführung des Projektes „Politischer Film … GANZ GROSS“ vor, das bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 seinen vielversprechenden Auftakt nehmen konnte, dann coronabedingt aber unterbrochen wurde. In einer eigenständigen Filmreihe bietet der Filmclub jeweils mittwochsabends themenbezogene politische Filme für kleines Geld und für Jugendliche bis 21 Jahre sogar ganz ohne Eintritt an.

Der Förderverein der Ratzeburger Volkshochschule reichte gleich zwei Projekte zur Beratung ein. Zum Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ möchte Silvia Tessmer eine Veranstaltungsreihe mit Vorträgen, Ausstellungen und kulturellen Angeboten in Ratzeburg organisieren, mit dem Blick auf „Jüdisches Leben und Antisemitismus heute“. Weitergeführt werden soll zudem die Arbeit der „Digitalen Demokratiewerkstatt“, mit zahlreichen Bildungsangeboten zum Einsatz digitaler Formate in der Projektarbeit. Uta von Bassi von der BUND Ortsgruppe Ratzeburg bat den Begleitausschuss um eine Anschlussfinanzierung für das 2020 gestartete Projekt „Apfelbäume für Meinungsvielfalt“, das coronabedingt nicht ganz abgeschlossen werden konnte. Zwar wurden wie geplant an vielen Orten im Fördergebiet sogenannte „Korbiniansapfelbäume“ gesetzt. Allerdings bedarf es noch einer entsprechenden Beschilderung, die über den Ortsbezug und vor allem auch über den Namensgeber Korbinian Aigner und dessen Leben informieren.

Mark Sauer vom Verein Miteinander leben e.V. stellte eine Projektidee zur politischen Bildung vor. Unter dem Titel „MEINUNGSbildung, MEINUNGSfreiheit, MEINUNGSsvielfalt“ plant er ein informatives und vielfältiges Programm rund um den Artikel 5 des Grundgesetzes, nicht nur zum Zuhören oder Zuschauen, sondern auch zum Mitdebattieren. Abschließend bat Karl Schneider von der BQG Personalentwicklung gGmbH den Begleitausschuss, in 2021 auch wieder sogenannte „Kleinprojekte“ fördern zu können, die mit kleinem Geld demokratiestärkende Projektideen von Einzelpersonen, Initiativen oder Schulklassen ermöglichen sollen.

Alle Projektideen konnten die Mitglieder des Begleitausschusses überzeugen und erhielten ein positives Fördervotum aus dem mit 60.000 Euro ausgestatteten Aktions- und Initiativfond der „Partnerschaft für Demokratie“, die über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Zuvor hatte sich auch der Ratzeburger Jugendbeirat mit einer ersten Projektförderung in 2021 auf den Weg gemacht. Aus dem von ihm verwalteten Jugendfond in Höhe von 10.000 Euro wurde die Fortführung des Projektes „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ bewilligt, das 2020 coronabedingt mehrfach unterbrochen werden musste.

Begleitausschussvorsitzende Gesine Biller zeigte sich mit dem gelungenen Start ins Förderjahr 2021 sehr zufrieden: „Ein Beleg für die demokratiestärkende Projektarbeit ist die „Digitale Demokratiewerkstatt“, die unter anderem den Begleitausschuss befähigt hat, Sitzungen Online abzuhalten und aktiv handlungsfähig zu sein.“

Auch wenn schon einiges an Fördergeldern vergeben werden konnte, sind die Förderfonds noch nicht ausgeschöpft. Bereits Ende Februar will der Begleitausschuss noch einmal online zusammenkommen, um weitere Förderanträge zu beraten. Projektträger, die eine Idee im Sinne der Demokratiestärkung, der Extremismusprävention oder für das gelingende Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft haben, sollten hier Kontakt zur Koordinierungs- und Fachstelle des Förderprogramms aufnehmen. Informationen und Kontakte sind unter www.partnerschaftdemokratie.de zu finden.