Kein Möllner Stadtspiel in 2021

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Planungssicherheit für alle Beteiligten: Unter gegenwärtigen Bedingungen sei das Stadtspiel nicht durchführbar, erklärten KJR-Geschäftsführer Arne Strickrodt (li.) und KJR-Vorsitzender Jens Pechel, dass das Stadtspiel um zwölf Monate nach 2022 verschoben wird. Foto: Anders
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Mölln/Tillhausen (aa). „Wir hatten am Montag im Rahmen unserer Vorstandssitzung wichtige Entscheidungen für’s nächste Jahr zu treffen“, leitet Jens Pechel, Vorsitzender des Kreisjugendrings Herzogtum Lauenburg (KJR), eine kurzfristig für heute (21. Oktober) angesetzte Pressekonferenz ein. Herausgekommen ist unter anderem, dass es im Jahr 2021 kein Stadtspiel in Mölln geben wird.

„Aber das Stadtspiel fällt nicht aus, es wird nur um Jahr verschoben“, fügt KJR-Geschäftsführer Arne Strickrodt gleich hinter her. Hintergrund der Entscheidung sei die nach wie vor vorhandene Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen. Dazu Pechel: „Wir haben uns mit unserem Orga-Team und unserem Kooperationspartner, dem DRK, zusammengesetzt und über den möglichen Umgang und die Durchführung des Stadtspiels diskutiert. Wir haben uns gefragt, kriegen wir das hin mit über 400 Personen, so dass es noch Spaß macht? Wo sind die Engpässe? Aber wir wissen nicht, wie es im nächsten Jahr aussieht. Wir können nicht davon ausgehen, dass sich bis dahin das Corona-Virus aufgelöst hat.“ Das Fazit lautet: unter den gegenwärtigen Auflagen wäre das Stadtspiel nicht durchführbar. „Nicht ohne das Flair zu verlieren“, sagt Strickrodt. Pechel ergänzt: „Tillhausen lebt vom Miteinander.“

So habe man „schweren Herzens“ die Entscheidung getroffen, das Stadtspiel erstmalig in seiner Geschichte um ein Jahr nach 2022 zu verschieben. Es gehe neben der Sicherheit der Teilnehmer auch um Planungssicherheit für alle Beteiligten. Das betreffe unter anderem auch die Urlaubsplanung der Ehrenamtlichen als auch der Eltern, deren Kinder am Stadtspiel teilnehmen möchten. „Andernfalls hätten wir alle bis nächsten Sommer viel Hoffnung, Planung, Zeit und Geld investiert, nur im gegebenenfalls wieder alles absagen zu müssen“, beschreibt Arne Strickrodt das Dilemma, „Und wir mussten diese Entscheidung, die wir nicht so einfach übers Knie gebrochen haben, jetzt treffen. Es ist uns unheimlich schwer gefallen.“

Stattdessen will der KJR ab sofort an einem runden Jahresprogramm feilen, dass auch unter gegenwärtigen Corona-Auflagen möglich wäre. „Wir planen so, dass dann alle Veranstaltungen durchgeführt werden können“, so Pechel. Aktuell gehe man von 15 bis 20 Veranstaltungen aus, die voraussichtlich Mitte Januar 2021 bekannt gegeben werden. Mit zur Auswahl stehen soll unter anderem auch wieder die Jugendfreizeit „experience – ich für mich + wir fürs herzogtum” für Jugendliche von zehn bis 16 Jahren stehen, die dieses Mal vom 20. bis 27. Juni in den Räumen der Grundschule in Sterley ihren Ort finden wird (Anmeldung erst nach Veröffentlichung des Jahresprogramms).