Ratzeburger Jugendliche sammeln Ideen gegen den Klimawandel im Bildungshaus ‚artefact‘

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Ratzeburger Jugendliche sammeln Ideen gegen den Klimawandel im Bildungshaus "artefact" ... Teambildung ist Grundlage der gemeinsamen Arbeit. Foto: Stadt Ratzeburg
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Ratzeburg (pm). „Rund um Energie“ lautete des Motto einer Exkursion, die den Ratzeburger Jugendbeirat zusammen mit einem jungen Klimateam der Ratzeburger Jugendzentren GLEIS21 und STELLWERK für drei Tage in die ökologischen Bildungsstätte „artefact“ in Glücksburg führte. Im Vordergrund stand dabei, den Jugendlichen die Bedeutung von erneuerbaren Energien und von Konzepten der Energieeinsparung als wirksame Werkzeuge gegen den Klimawandel praktisch und handlungsorientiert näher zu bringen.

Im Fokus stand dabei ein Planspiel mit dem Titel „Changing the Game – Energie deiner Zukunft/Zukunft deiner Energie“. Hier stellte sich den fünfzehn Ratzeburger Exkursionsteilnehmer*innen die Aufgabe, gemeinsam eine klimafreundliche Energiewende einzuleiten. In Spielgruppen musste dafür zunächst ein nachhaltiges und möglichst ökologisches sowie ökonomisches Energieszenario für das Jahr 2030 in vier verschiedene Regionen Europas entwickelt werden. Die verschiedenen Energieressourcen wurden dabei durch unterschiedlich farbige und je nach Emissionsmenge unterschiedlich große LEGO®-Steine dargestellt. So ergeben sich, ähnlich einem Balkendiagramm, anschauliche Türme der unterschiedlichen Versorgungsbereiche von Elektrizitätsproduktion, Transport, Industrie und Wärmeversorgung.


Ratzeburger Jugendliche sammeln Ideen gegen den Klimawandel im Bildungshaus „artefact“ … beim Planspiel »Changing the Game – Energie deiner Zukunft/Zukunft deiner Energie«. Foto: Stadt Ratzeburg

Um das vorhandene System in ein akzeptiertes, umweltverträgliches und auch finanzierbares Versorgungssystem umzubauen, konnten anschließend mit Spielkarten sowohl verschiedene technische als auch gesellschaftliche Veränderungen vorgenommen werden. So ergaben sich viele spannende Wege, um die Mechanismen von Energiesystemen, deren Veränderung, der gegenseitigen Abhängigkeit mit anderen Ländern sowie der persönlichen Einflussnahme auf politische Entscheidungen und der Partizipation, besser zu verstehen.

Mit viel Spaß ging es Wochenende aber auch den „Power Park“ des „artefact“. An den verschiedensten Stationen konnten die Jugendlichen durch „selber machen“ und „anfassen“ ihre Selbstwirksamkeit in Bezug auf Wind-, Wasser- und Sonnenergie erfahren. Ganz spielerisch und ohne Druck wurde der Gruppe so das Erleben der Energiewende ermöglicht. In diesem Sinne wurde auch Workshop unter dem Motto „Bauen mit Solar“ durchgeführt. Jeder der Jugendlichen bekam sein eigenes, kleines Solarpaneel mit der entsprechenden Verkabelung und Motor. Nun waren der eigenen Kreativität und Phantasie keine Grenzen gesetzt. Mit Styropor, Holz, Heißkleber und einer Vielzahl weiterer Materialien entwarfen und bauten die Jugendlichen ihr ganz eigenes Objekt, angetrieben von Sonnenergie.

Die vielen Eindrücken sollen nun in der weiteren Arbeit der jungen Klimaschützer*innen in Ratzeburg einfließen, sowohl auf der politischen Ebene im Ratzeburger Jugendbeirat als auch bei dem mit Spenden geförderten Jugendklimaprojekt des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg in den Jugendzentren GLEIS21 und des STELLWERKS. Diese befruchtete Kooperation soll bereits am Mitte im Jugendzentrum GLEIS21 fortgesetzt werden, wenn es gilt einen „Nachhaltigkeitspreis der Ratzeburger Jugend“ zu kreieren.

 

Die Klimaexkursion wurde über den Jugendfond der „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

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