TaBuLa-LOG – Projekt in Lauenburg ist Ankerprojekt des ITS-Weltkongresses Hamburg

* TaBuLa präsentiert sich auf dem ITS-Weltkongress einem internationalen Publikum * * Interessierte können weiter im Shuttle probefahren und mit ihren Rückmeldungen der Forschung zu automatisiertem Nahverkehr helfen *

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Tabulashuttle am Lösch und Ladeplatz. Foto: Ferenc Farcas, VHH
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Lauenburg/Hamburg (pm). Das automatisiert durch Lauenburg an der Elbe fahrende TaBuLa-Shuttle wurde für den Weltkongress zu Intelligent Transport Systems (ITS) im Oktober 2021 in Hamburg als Ankerprojekt ausgewählt. Das teilt die Technische Universität Hamburg (TUHH) in dieser Woche mit.

Der ITS-Weltkongress diskutiert den Entwicklungs- und Forschungsstand intelligenter Transportsysteme. Als Ankerprojekt wurden im Vorfeld des Kongresses Projekte ausgezeichnet, die eine besondere Strahlkraft besitzen und eine maßgebliche Wirkung im Bereich intelligenter Transportsysteme mitbringen, wie beispielsweise reduzierte Umwelteinflüsse.

TaBuLa-Projektkoordinator Matthias Grote von der TUHH freut sich über den Auftritt beim Weltkongress: „Unser Projekt hat in der bisherigen Laufzeit bereits viel Aufmerksamkeit aus der Fachwelt auf sich gezogen. Nun können wir unsere Erkenntnisse einem noch größeren internationalen Fachpublikum vorstellen und den wichtigen Austausch mit anderen Projekten weiter fördern.“

Das TaBuLa-Team wird in den nächsten Wochen den seit 2019 laufenden Shuttlebetrieb um einen Transportroboter für Logistikanwendungen ergänzen. Die Gruppe erwartet ein großes Interesse an den daraus entstehenden Erfahrungen im kombinierten Personen- und Warentransport mit automatisch fahrenden Fahrzeugen. „Wir erwarten zahlreiche interessierte Kongressbesucher, die aus Hamburg zu einer Probefahrt nach Lauenburg kommen werden. Dann werden auch das Shuttle und der Transportroboter ein eingespieltes Team sein“, erklärt Grote die Planungen.

Bereits heute wird der bestehende TaBuLa-Shuttlebetrieb in Lauenburg weiter optimiert. So konnten zwei Haltestellen in der denkmalgeschützten Altstadt mit Projektmitteln erneuert werden. Vom barrierefreien Ausbau der Haltestelle Lösch- und Ladeplatz profitieren neben den Shuttle-Nutzern auch alle Fahrgäste des regulären Lauenburger Busverkehrs.

Zuletzt war ein Expertenteam aus dem Forschungsprojekt Ride4All aus Soest in Lauenburg, um gemeinsam Standards im barrierefreien autonomen Nahverkehr zu erarbeiten. „Mittlerweile kommt jede Woche Fachpublikum und interessierte Politik nach Lauenburg/Elbe, um sich über den Stand der Technik zu informieren“, berichtet Prof. Dr. Carsten Gertz, Leiter des Instituts für Verkehrsplanung und Logistik an der TUHH und Projektleiter von TaBuLa.

Damit automatisiertes Fahren im Öffentlichen Personennahverkehr verbessert werden kann, freuen sich die Projektpartner auf viele neue Fahrgäste und die Teilnahme an einer wissenschaftlichen Umfrage nach der Fahrt. Zur Pandemie-Eindämmung darf derzeit nur eine reduzierte Personenzahl gleichzeitig im Shuttle sein. „Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, sind wir jetzt besonders auf eine hohe Rücklaufquote aus der Onlinebefragung von den Mitfahrenden angewiesen“, betont Lennard Werner, Mobilitätsforscher an der TUHH.

 

Weitere Informationen und aktuelle Betriebsinformationen gibt es jederzeit online unter www.tabulashuttle.de.

 

Über TaBuLa:

Das Testzentrum für automatisiert verkehrende Busse im Kreis Herzogtum Lauenburg (TaBuLa) wird durch die Projektpartner Technische Universität Hamburg und Kreis Herzogtum Lauenburg getragen und durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Förderrichtlinien „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ und „Ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Mobilitätssystem durch automatisiertes Fahren und Vernetzung“ mit 3,7 Millionen Euro gefördert.