Amt Berkenthin: Stab für außergewöhnliche Ereignisse beschäftigt sich mit Evakuierung nach Fund einer Fliegerbombe

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Andreas Koop (li.) und Jan Fredrik Schlie. Foto: hfr
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Berkenthin (pm). Eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg wird bei Bauarbeiten gefunden. Der Kampfmittelräumdienst wird gerufen. Zur Entschärfung müssen in einem groß angelegten Radius innerhalb einer Sperrzone Evakuierungen durchgeführt werden. Ein Übungsszenario, das anderswo schon oft Wirklichkeit war.

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse des Amtes Berkenthin hat sich am 10. September 2020 mit einem solchen Lage beschäftigt. Der SAE-Stab des Amtes, der sich aus ehrenamtlich und hauptamtlichen Kräften der Amtsverwaltung zusammensetzt, wird von Andreas Koop (Düchelsdorf) immer wieder auf solche und andere Szenarien eingestimmt und durchgeübt. Auch werden immer wieder externe Fachleute und Berater hinzugezogen, so auch diesmal mit Jan Frederik Schlie (Mölln) vom DRK-Kreisverband Herzogtum Lauenburg. In einem sehr interessanten und lebendigen Vortrag erläuterte Jan Frederik Schlie Maßnahmen, die bei Evakuierung aus Sicht des Sanitäts- und Betreuungsdienstes zu beachten sind und eingeleitet werden. Auch ging Jan Frederik Schlie auf andere Organisationen und Strukturen der „weißen Hilfskräfte“ ein und gab zudem Einblick in Abläufe bei Großlagen.

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse des Amtes Berkenthin wurde vor rund zwei Jahren gegründet und beschäftigt sich in Ausbildungs- und Übungsabenden mit Szenarien wie, Bombendrohungen und Bombenfunden, Seuchen, Stromausfällen (..) und soll dazu dienen, in einem Ernstfall aus vorhandenen Strukturen heraus effektiv und schnell Maßnahmen einleiten zu können.