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In Ritzerau hinter dem Schulwald blüht auf dem „Koppelbusch“ auf zwei Hektar Land von Herrman Groth eine Bienenweide in blau-violett, das Büschelschön (Phacelia tanacetifolia). Zurzeit ist ein reiches Farbenspektrum von gelben Getreidefeldern, über grünen Maisschlägen, bis hin zu einzelnen violett farbenen Blütenteppichen.

Bei den wunderschön blau-violett blühenden etwa 60 Zentimeter hohen Pflanzen mit feingliedrigen stark behaarten Blättern handelt es sich um ‚Büschelschön‘, der botanische Name lautet ‚Phacelia‘. Es ist ein Wasserblattgewächs, das Landwirte im April oder Mai zur Begrünung ihrer Stilllegungsflächen ausgesät haben. Phacelia ist für Insekten, besonders Bienen, eine wertvolle Nahrungsquelle, deshalb wird sie auch Bienenfreund und Bienenweide genannt.

Bienenfreund und Bienenweide die Phacelia blüht blau-violett in Ritzerau. Foto: Friedrich J. Flint

Von dieser Pflanze haben alle was: für den Landwirt bringt Phacelia viele ackerbauliche Vorteile. Büschelschön sorgt für eine sehr rasche intensive Bodenbedeckung und verhindert gefährliche Verunkrautung der Felder. Die Pflanze fördert die Bodengare sowie die Krümelstruktur des Bodens und eignet sich auch hervorragend zur Vorbereitung einer Mulchsaat. Als Zwischenfrucht nach Getreide im August oder September gesät kommt Phacelia allerdings nicht zur Blüte. Die nicht winterharten Pflanzen sterben nach dem ersten stärkeren Frost ab und bieten dann besten Bodenschutz.