‚Omas gegen Rechts‘ treffen sich wieder und positionieren sich gegen Rassismus

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(v.li.) vordere Reihe: Renate, Ellen, Karin, Renate, Marlis, Kirsten, Hannelore, hintere Reihe: Elke, Dagmar, Sylvia . Foto: hfr
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Sterley (pm). Die Coronabestimmungen lassen es jetzt wieder zu: Zumindest zehn ‚Omas gegen Rechts‘ dürfen sich wieder treffen. Mit großer Freude fand nun nach dem Lockdown ein erstes Treffen statt. Die ‚Omas‘ freuen sich sehr, dass die Gemeindevertretung von Sterley ihnen im Kulturzentrum einen Raum für dieses Treffen zur Verfügung gestellt hat.
Nach einigen Teilnahmen an Demonstrationen und Workshops im letzten Jahr haben die ‚Omas‘ auf das nächste Treffen gewartet, denn es galt viele Pläne für die kommende Zeit zu besprechen.

Gegenwärtig ist es den ‚Omas‘ ein Anliegen, auf die Black Lives Matter Bewegung aufmerksam zu machen. Gern wären sie zu den jüngst stattfindenden Demonstrationen gegangen, aber aus gesundheitlichen Gründen erschien ihnen dies in Coronazeiten zu gefährlich. So fanden sich die zehn ‚Omas‘ auf einem Gruppenbild in einem privaten Garten zusammen, um ihr Anliegen deutlich zu machen. Gegen den alltäglichen Rassismus –auch in Deutschland- zu protestieren, ist ihnen wichtig.

Rassismus in Deutschland muss erkannt und benannt werden. Die ‚Omas‘ sind davon überzeugt, dass es nur so möglich ist, ihm entgegenzuwirken. Denn, wie im jüngsten Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle zu lesen ist, „hat auch Deutschland ein anhaltendes Problem mit rassistischer Diskriminierung“ und die Fälle nehmen zu. Unterstützung für Betroffene gibt es wenig. Die ‚Omas‘ stimmen da der Aussage der Antidiskriminierungsstelle zu: „Diskriminierung gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt!“ Das geht mit der Sprache los, setzt sich in der Chancenungleichheit bei der Job- oder Wohnungssuche fort und endet (vorerst?) in kriminellen Attentaten wie in Halle oder Hanau.

Die ‚Omas‘ planen aber auch schon weitere Aktionen für den Herbst dieses Jahres um ihre Anstrengung gegen Rassismus und Diskriminierung weiter zu führen. Einzelheiten stehen noch nicht fest, aber der 9. November ist für sie ein wichtiges Datum.

Wer sich für die Arbeit der ‚Omas‘ interessiert und von den Zielen angesprochen fühlt, melde sich gern unter omas-gegen-rechts-krs-hzgt-lauenburg@ok.de per Mail. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat. Den genauen Termin und Ort vereinbaren wir „wegen Corona“ jedes Mal neu. In aller Regel ist es der dritte oder vierte Mittwoch Nachmittag in jedem Monat.

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