Infoveranstaltung zur Sondermülldeponie Rondeshagen-Groß Weeden

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Groß Weeden/Berkenthin (pm). Der Deponieausschuss des Amtes Berkenthin plant zusammen mit der „Bürgervereinigung gegen die Giftmülldeponie Rondeshagen-Groß Weeden e.V.“ eine öffentliche Informationsveranstaltung zur inzwischen verfüllten Sonderabfalldeponie im Rondeshagener Ortsteil Groß Weeden. Die Veranstaltung im Sportzentrum Berkenthin beginnt am Donnerstag, 26. März 2020, um 20 Uhr.

Bekanntlich wurde die Deponie bereits im Jahre 2016 verfüllt und 2018 wurde auch die Rekultivierung des letzten Polders abgeschlossen. Was bleibt, ist ein riesiger, mittlerweile begrünter Erdhügel, unter dem aber bis in alle Zukunft nahezu eine Millionen Kubikmeter zum Teil hochtoxische Abfälle lagern. Volker Peters, Vorsitzender des Deponieausschusses: „ Dieses Bauwerk wird vermutlich die Existenz der ägyptischen Pyramiden weit überdauern!“

Für die Anwohner bleibt die Frage, wie es weitergeht und wie sicher das Leben im Umfeld dieser Lagerstätte auch in Zukunft ist. In der Veranstaltung am 26. März sollen nun möglichst alle Fragen der besorgten Öffentlichkeit mit Hilfe Fachleute beantwortet werden. Dazu wird zunächst Ausschussmitglied Thomas Stahlkopf einen Überblick über die Entwicklung der SAD seit ihrer Inbetriebnahme 1982 geben. Danach werden der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Betreibergesellschaft GBS (Gesellschaft zur Beseitigung von Sondermüll), Uwe Meyer sowie der Geschäftsführer Henning Schröder, darüber aufklären, welche Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden und wie die weitere Begleitung des Deponiekörpers aussieht. Matthias Gieske vom Landesamt für Landwirtschaft und ländliche Räume LLUR wird anschließend die Ergebnisse der letzten Bodenuntersuchung präsentieren und erläutern. Diese Untersuchung wurde von dem Deponieausschuss des Amtes initiiert und wurde im letzten Jahr durchgeführt.

Die Veranstalter hoffen auf eine rege Teilnahme und einen lebhaften und informativen Austausch.