Länderübergreifende Übung an der Gläsernen Meierei in Dechow

Jahresabschlussübung der Feuerwehren Dechow, Kneese, Kittlitz und Mustin

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Abschlussübung der Freiwilligen Feuerwehren Dechow, Kittlitz, Kneese und Mustin an der Gläsernen Meierei in Dechow. Foto: Wolfgang Farken
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Dechow (pm). Das Einsatzszenario lautete: Großbrand in der Gläsernen Meierei in Dechow. Angefangen hat der „Brand“ in den Sozialräumen, im Küchenraum und dem Technikraum. Gemeldet wurde, dass sich vier Personen im von Brand betroffenen Gebäudeteil aufhalten sollen, einer davon im Technikraum. Gott sei Dank „nur“ eine Übung, aber so etwas kann jeder Zeit Realität werden. Insofern muss so eine Einsatzlage geübt werden.

Bei dieser Lage entschloss sich der Dechower Wehrführer Silvio Melchin am vergangenen Sonnabend (28.12.2019) die Freiwilligen Feuerwehren Kneese, Kittlitz und Mustin auch zu alarmieren. Gegen 13:00 Uhr wurden die Wehren zum Einsatzort gerufen, die in der für Hilfeleistungsfristen geltenden Zeit eintrafen. Oberste Priorität hat die Rettung von Personen. Wie sich nach der Erkundung des Einsatzleiters Silvio Melchin herausstellte, waren nicht vier, sondern fünf Personen im Gebäude eingeschlossen. Wehrführer Silvio Melchin: „Man sollte sich nicht auf Meldungen verlassen, sondern auf eigene Erkundungen.“ Alle weiteren Personen – wenn auch nicht unmittelbar betroffen – mussten das Gebäude verlassen. Mehrere Trupps der Wehren rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus und begannen mit der Suche der eingeschlossenen Personen. Nach und nach konnten sie auch mittels der Rettungshauben aus dem Gebäude geholt werden. Die Jugendfeuerwehr bot sich hierfür als Statisten an. Parallel wurden zwei wasserführende Leitungen aufgebaut, die sich aus dem angrenzenden Löschteich speisten. So konnte der „Brand“ im Außenangriff von mehreren Trupps gelöscht werden. Die Übung dauerte ca. eine Stunde.

 

Insgesamt waren an der Übung etwa 40 Feuerwehrleute – davon zehn Atemschutzgeräteträger – beteiligt. In der Abschlussbesprechung teilte Silvio Melchin mit: „Ziel der Übung sei es gewesen, das Zusammenwirken der beteiligten Wehren – immerhin aus zwei Bundesländern – zu üben. Er hätte sich gewünscht, dass es ein paar mehr Atemschutzgeräteträger gewesen wären. Nach Ansicht der Verantwortlichen der Wehren sollten solche Übungen – die erste fand im vergangenen Jahr statt – Bestandteil des Übungsdienstes der Wehren werden. Für Ende kommenden Jahres wurde eine solche Übung bereits vereinbart. Die Wehren sprachen im Übrigen die Hoffnung aus, dass Hemmnisse bei der Alarmierung von Einsätzen der Vergangenheit angehören. Denn bei den vier beteiligten Wehren bestehen sie schon lange nicht mehr, da sich viele Feuerwehrangehörige auch aus dem beruflichen und privaten Alltag kennen.